Heute geben wir Ihnen einen Tipp, wie Sie aus jedem Picknick mit einem Art- Talk ein besonderes Ereignis machen können – Voraussetzung ist das gute alte Email-Geschirr, das auch heute noch häufig als Camping-Utensil genutzt wird.

„Ach, diese Email-Tassen erinnern mich an Limosiner Email – eine besonders farbenprächtige Kunstgattung, die vor allem im 16. Jahrhundert scheinbar alltägliche Gegenstände in wunderbarer Form aufgewertet hat. Eine Kanne oder Waschgeschirr wurde so zu einem Kunstobjekt.“

Falls Sie jetzt in fragende Gesichter blicken – „Limosiner Email“??? – dann auf zur zweiten Etappe:

„Limosiner Email (entstanden Ende des 15. Jahrhunderts in der französischen Stadt Limoges) sind farbenprächtige Gefäße, Plaketten oder Medaillons, die wie glasierte oder bemalte Keramik aussehen – doch der Schein trügt: die Objekte bestehen aus Kupferblech, auf das geformte Blech werden mit verschieden farbigen Glaspasten in einzelnen Schichten Szenen, Ornamente oder andere Darstellungen aufgetragen, die dann je nach Schicht gebrannt werden. Das Herzog Anton Ulrich-Museum verfügt über eine der weltweit größten Sammlungen sogenannter Maler-Emails – Herzog Anton Ulrich, der Sammlungsgründer war wohl selbst von der malerischen Leichtigkeit der prunkvollen Gefäße fasziniert, deren Herstellung ein besonderes Können von dem Künstler erforderte. Eine weitere Besonderheit der Objekte sind ihre Beständigkeit: die Farben verblassen und verändern sich im Zuge der Jahrhunderte kaum.“

Auch heute noch arbeiten Emailleure in Limoges und fertigen herausragende Kunstobjekte an.

Drei farbenprächtige Beispiele der Maleremails des Herzog Anton Ulrich-Museums finden Sie übrigens in unserer Kategorie Best of Bible, Olymp & Co.

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