Und wieder einmal treten wir den Beweis an, wie Ihnen ein bißchen Wissen um unser Museum und unsere Kunst in jeder Lebenslage behilflich sein kann. Heute in der Rubrik „How to impress“: Wie man mit der Wandbespannung unserer Gemäldegalerie Kolleg/innen zu langweiligen Hilfsarbeiten motivieren kann.

Ob es 3000 Kunstfreunde sind, die zu einer Ausstellungseröffnung eingeladen werden, oder 300 Exemplare von Tagungsunterlagen, die ordentlich zusammengestellt werden müssen – sobald man mehr als eine Seite Papier hat, die man verschicken oder zusammenpacken muss, braucht man einen Tacker, viele Heftklammern – und Kolleg/innen, die die stupide Arbeit des Ordnens und Zusammentackerns der Papierberge übernehmen. Definitiv kein Traumjob. Wie soll Ihnen da Museumswissen weiterhelfen? Ganz einfach. Das nächste Mal, wenn ein Massen-Tackern bevorsteht, stellen Sie sich vor Ihre Kollegen und sagen:

„Ich habe letztens im Blog des Herzog Anton Ulrich-Museums gelesen, dass in der neuen Gemäldegalerie wieder eine textile Wandbespannung angebracht wurde. Die wurde in Handarbeit mit extra für das Museum gewebten Stoffen vor Ort aus einzelnen Bahnen zusammengenäht, im Blog kann man übrigens Fotos davon sehen und bekommt dadurch schon einen Eindruck vom neuen Museum. Wisst Ihr, was der effektivste und genaueste Weg ist, die Stoffe an der Wand zu befestigen? Mit Tackern und Heftklammern! Und wisst Ihr, wie viele Heftklammern die gebraucht haben, um die Wandbespannung in allen 21 Sälen des Museums zu befestigen? Fast 500.000! Eine halbe Million! Irre, oder? Das ganze hat mehrere Monate gedauert, sieht aber echt gut aus (Anmerkung der Musen: das ist natürlich unsere persönliche Meinung, diesen Halbsatz können Sie gern an Ihre Bedürfnisse anpassen).“

Und dann schieben Sie mit unschuldigem Augenaufschlag (Anmerkung der Musen: zur Sicherheit mal vor dem Spiegel üben) hinterher:
„Übrigens, könntet Ihr mir kurz dabei helfen, die 3000 Einladungen für den Angebotsversand zu sortieren und zu tackern? Das ist ja ein Klacks im Vergleich zu den 500.000 Tackernadeln im Museum …“

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