Neueröffnung 23.10.2016

Das Herzog Anton Ulrich-Museum wurde in zwei aufeinander folgenden Bau-Abschnitten erweitert bzw. saniert, am 23. Oktober 2016 wurde das Museum neu eröffnet. Rund 33,5 Millionen Euro hat das Land Niedersachsen als heutiger Träger bis dahin in die Zukunft seines renommierten Kunstmuseums investiert, insgesamt beliefen sich die Kosten auf ca. 35,6 Millionen Euro.

In der ersten Etappe der umfangreichen Baumaßnahmen wurde hinter dem Museumsgebäude aus dem 19. Jahrhundert ein Erweiterungsbau errichtet. Dieses Erweiterungsgebäude, das auf drei Etagen insgesamt knapp 4.000 qm Fläche enthält, wurde im Dezember 2009 fertig gestellt. Es bietet Platz für eine moderne Museumspädagogik, für Depots und Werkstätten, Bibliothek und Kupferstichkabinett, eine Cafeteria sowie für die Büros der Verwaltung. Errichtet wurde der Erweiterungsbau nach dem in einem Wettbewerb ausgewählten Entwurf von Gerhard Lehmann/Lehmann Architekten Offenburg/Berlin, der ein zeitgemäßes, aber nicht zum Altgebäude in scharfem Kontrast stehendes Bauwerk schuf. Es erfüllt hervorragend die räumlich-funktionalen Anforderungen des Museums mit einer doppelten Anbindung an das Altgebäude und dem zum Park hin versenkten untersten Geschoss, das nur auf der Seite des Altgebäudes erkennbar wird.

Studiensaal des Kupferstichkabinetts im Herzog Anton Ulrich-Museum
Studiensaal des Kupferstichkabinetts im Herzog Anton Ulrich-Museum

Die zweite Etappe der Baumaßnahme begann im Jahr 2013 und sah nach dem erfolgten kompletten Ausräumen des Altgebäudes dessen vollständige Renovierung vor. Sie umfasste die Erneuerung der Fenster und Türen, der Sicherungs- und Elektroleitungen und dient mit dem Bau einer Lüftungsanlage und neuem Innenputz der Verbesserung des Klimas. Wand- und Deckeneinbauten des 20. Jahrhunderts wurden wieder entfernt, um rund 800 qm zusätzliche Ausstellungsfläche zu schaffen. In Zukunft wird das Gebäude des 19. Jahrhunderts in seinen drei Hauptgeschossen also nur noch Ausstellungszwecken dienen.

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