Wie digital sollten Museen sein?

#DigSMus, no. 1: Blogparade „Wie digital sollten Museen sein?“ Mit folgendem Kommentar leitete einer der Direktoren unseres Museumsbetriebes mir die e-mail von museum beck.stage mit dem Aufruf zur Teilnahme an der Blogparade zum Thema „Wie digital sollten Museen sein“ weiter: „…zur Info, handelt es sich dabei um Bauernfängerei (wer würde schon ernsthaft diese Fragen mit nein beantworten)?“ Eigentlich sagt diese kurze e-mail schon alles. Aber da diese Antwort eher der Länge eines Tweets entspräche als einem Blogbeitrag und die Frage im Detail durchaus komplexer ist, hole ich etwas weiter aus.   Frage Nr. 1. Welche digitalen Angebote sollte jedes Museum machen? 1.) Die, die es sich leisten kann, finanziell wie personell…

Read More

HAUM proudly presents: Porcelaine royale!

Merci, Napoleon – oder: Vom Beginn einer deutsch-französischen Freundschaft. Die zweite große Sonderausstellung nach der Neueröffnung im Oktober 2016 führt zurück in die ereignisreiche Geschichte des Museums. Die Sonderschau „Porcelaine royale. Napoleons Bedeutung für Sèvres und Fürstenberg“ beleuchtet die Zeit, als Napoleons Beutezug durch Europa den Grundstein für einen künstlerischen und kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland, genauer der Porzellanmanufakturen Sèvres und Fürstenberg, legte. Vom 7. September bis zum 10. Dezember erzählen kostbare Tafelgeschirre, vielfältige Gebrauchsporzellane, edle Biskuitbüsten, Gemälde und Archivalien darüber hinaus davon, wie durch Napoleon der Grundstein der Porzellansammlung des Herzog Anton Ulrich-Museums gelegt wurde. Als nach den verlorenen Schlachten von 1806 Napoleon die europäische Landkarte neu sortierte…

Read More

Museum backstage: Die Musen-Blogger sind zurück!

Was soll man sagen: Das Dasein einer Muse ist erfüllend, aber auch ganz schön hart. Die Welt ist so groß geworden seit der Antike, und mit der digitalen Revolution hat sie sich gefühlt nochmal verdoppelt. Sooo viele Menschen, die inspiriert werden müssen ….  Schwerstarbeit, wirklich. Schauen Sie sich mal bei Instagram, YouTube oder facebook um, dann wissen Sie, was wir meinen.   Die Bloggerei für das Herzog Anton Ulrich-Museum haben wir Ende 2016 erstmal eingestellt, nachdem das Museum am 23. Oktober erfolgreich neu eröffnet hatte. Und wie erfolgreich! Schauen Sie mal hier: Besucherschlangen vor dem Museum! In der Eröffnungswoche kamen bei freiem Eintritt mehr als 24.000 Menschen, um dem neuen…

Read More

Museum backstage: Ein Schaufenster für die Graphik

Ja, ja,  wir wissen es: Superlative über Superlative sind irgendwann einfach nur nervig. Aber sorry, das hier muss einfach mal gesagt werden – weil es garantiert kaum  jemand weiß: Unser Kupferstichkabinett gehört zu den bedeutendsten graphischen Sammlungen Europas. Dass das kaum jemand weiß, liegt unter anderem daran, dass unsere graphische Sammlung im alten Museum, also vor der Sanierung, im Gegensatz zu Gemälden und Angewandter Kunst keine dauerhafte Ausstellungsfläche hatte. Es fehlte schlicht und einfach der Platz. Dabei macht Kunst auf Papier zahlenmäßig den größten Teil unserer Kunstsammlungen aus: Insgesamt 145.000 der ca. 190.000 Kunstwerke sind Druckgraphik oder Zeichnungen. Nachdem wir im Rahmen der Sanierung mehr als 1000 m² Ausstellungsfläche hinzugewonnen…

Read More

Museum backstage: #TBT – ein Korsett für Kleopatra

Sagt Ihnen  #TBT etwas? Für Social-Media-Anfänger: #TBT ist eine Abkürzung für „Throwback Thursday“, ein Trend, bei dem man jeden Donnerstag in Erinnerungen schwelgt und in den sozialen Medien, insbesondere Instagram, Twitter oder Facebook, Fotos oder Filme teilt. Zwei Anlässe inspirieren auch uns heute einmal dazu, nostalgisch zu werden und uns am #TBT zu beteiligen: Eine Ausstellung sowie ein Abschied. Zunächst zur Ausstellung: Im Städelmuseum in Frankfurt am Main wird noch bis Anfang Juni eine Ausstellung zum Manierismus gezeigt, Titel „Maniera. Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici“. Der Manierismus ist eine facettenreiche, schwer zu fassende Epoche der Kunstgeschichte, die zwischen Renaissance und Barock eingeordnet ist und im italienischen Florenz ihren…

Read More

Museum backstage: Bilder sagen mehr als Worte

So gerne wir auch von unserem neuen Museum erzählen – manchmal braucht es gar nicht viele Worte. In diesem Sinne: zurücklehnen und genießen – wir präsentieren vier der neuen Räume im 2. Obergeschoss unseres Museums, die den Bereich Angewandte Kunst und Skulpturen beheimaten werden. Titelbild (oben): Blick in den Themenraum „Schatzkammer: Die Verbreitung des Fürstenbildes“   Bild Nr. 2: Blick in den Themenraum „Tafelkultur: Essen und Trinken“   Bild Nr. 3: Blick in den Themenraum „Bildungsziele: Helden, Legenden, Vorbilder“   Bild Nr. 4: Blick in den Themenraum „Herrschaftspräsentation: Der Fürst als Marke“  

Read More

How to impress … mit Tacker und Gemäldegalerie

Und wieder einmal treten wir den Beweis an, wie Ihnen ein bißchen Wissen um unser Museum und unsere Kunst in jeder Lebenslage behilflich sein kann. Heute in der Rubrik „How to impress“: Wie man mit der Wandbespannung unserer Gemäldegalerie Kolleg/innen zu langweiligen Hilfsarbeiten motivieren kann. Ob es 3000 Kunstfreunde sind, die zu einer Ausstellungseröffnung eingeladen werden, oder 300 Exemplare von Tagungsunterlagen, die ordentlich zusammengestellt werden müssen – sobald man mehr als eine Seite Papier hat, die man verschicken oder zusammenpacken muss, braucht man einen Tacker, viele Heftklammern – und Kolleg/innen, die die stupide Arbeit des Ordnens und Zusammentackerns der Papierberge übernehmen. Definitiv kein Traumjob. Wie soll Ihnen da Museumswissen weiterhelfen?…

Read More

Museum backstage: Something old, something new….

… something borrowed and something blue, sollen laut einem alten Aberglauben Bräuten Glück bringen bei ihrer Hochzeit. Nein, heiraten will unser Museum nicht. Aber es ist schon eine Art von Beziehung, die wir mit unseren Besuchern eingehen. Wir verfolgen ein klares Ziel mit der Konzeption der neuen Ausstellungsräume: unsere Besucher zu verführen. Verführen zum Kunstgenuss mit allen Konsequenzen. Zum Schmunzeln und Grübeln, zum Mitfühlen und Träumen, zum Lieben und Hoffen. Aber auch, das geben wir zu, zum Aufsaugen von Wissen. Unsere Beziehung zu unserem Publikum unter einen guten Stern zu stellen, kann also nicht schaden. Wie gut, dass wir für das eingangs erwähnte alte Sprichwort alle Ingredienzien zusammen haben. Ein…

Read More

How to impress … mit Gueridons beim Möbelhaus-Bummel

Unser Kunst-Wissen ist nicht alltagstauglich? Von wegen. Warten Sie ab, bis Sie das nächste Mal durch ein Möbelhaus schlendern. Zum Beispiel das allseits bekannte blau-gelbe Einrichtungshaus aus dem hohen Norden. Sie hängen bei der Präsentation von Couch- und Beistelltischen mit so klangvollen Namen wie „Klingsbo“, „Lindved“ oder „Hatten“ gerade kopfüber in einem Wühlkorb mit „Plastis“-Spülbürsten, als eine Dame in Ihrem Rücken seufzend zu ihrem Begleiter sagt: „Ach, sehnst Du Dich nicht auch manchmal zurück nach den Zeiten, in denen Gueridons (ausgesprochen: Gehridon, mit Betonung auf der letzten Silbe) noch als exquisite Wohn-Accessoires in Handarbeit aus kostbaren Ausgangsmaterialien gefertigt wurden?“ Als Kenner der Kunstwerke des Herzog Anton Ulrich-Museums wissen Sie natürlich…

Read More

Museum Backstage: Aschenputtel, oder: Was machen die die ganze Zeit? (Restaurierungs-Geschichten, Nr. 1)

Heute geben wir in unserem Blick hinter die Kulissen die Antwort auf eine Frage, die uns oft gestellt wird, wenn wir von der langen Sanierung unseres Museums erzählen: Was macht Ihr eigentlich die ganze Zeit? Tja. Was machen wir die ganze Zeit. Urlaub? Nein. Schönheitsschlaf à la Dornröschen? Nein. Aschenputtel beim Sortieren der Erbsen und Linsen helfen? Auch nicht. Wobei wir uns mit dem Aschenputtel noch am ehesten identifizieren können. Ein geschlossenes Museum führt für die Öffentlichkeit eine ähnliche Schattenexistenz wie das Aschenputtel nach der Heirat ihres Vaters mit der bösen Stiefmutter. Auch wenn es von außen niemand sieht: Das Aschenputtel ist ziemlich beschäftigt damit, den Haushalt zu schmeißen. Zoomen…

Read More