How to impress… als echter Held

Sie wollten schon immer ein Held werden? Heute können Sie von dem echten antiken Held Marcus Curtius lernen, wie man es anstellt, dass die Heimatstadt sich ewig an Sie erinnern wird: Suchen Sie ein Erdloch in oder nahe einer Stadt. Je breiter und tiefer, desto besser. Ein paar Flammen, die daraus emporzüngeln sind kein Muss, steigern aber die Dramatik. Nun nehmen Sie ein blindes, taubes und überhaupt wenig sensibles Pferd, schwingen sich auf dessen Rücken, und reiten in vollem Galopp in dieses Erdloch hinein. Dabei schreien Sie sich die Seele aus dem Leib: „Für ….. und jeden, der darin lebt!“ Bei den Pünktchen ist der Name der Stadt einzusetzen, in…

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Museum Backstage: Mut zur Farbe

Eins ist sicher: Wenn wir unser Museum im Herbst 2016 neu eröffnen, machen wir die Welt bunter. Purpur, Himmelblau, Zitronengelb oder Lindgrün – die Wände unserer neuen Ausstellungsräume erstrahlen in allen Farben des Regenbogens. Auf sechs verschiedene Farben bringt es die Gemäldegalerie, die Ausstellungsetage im 2. Obergeschoss präsentiert sich gar in zwölf unterschiedlichen Farbgewändern. Weiße Wände finden sich bei uns noch nicht einmal in Treppenhäusern oder Servicebereichen, denn auch hier erhält die Architektur eine zarte Gliederung in Creme- und Steintönen und erscheint wieder so, wie sie im 19. Jahrhundert ursprünglich konzipiert worden war. Warum ein solcher Farbenrausch? Kann die Kunst das vertragen? Oh ja. Sie kann es nicht nur vertragen,…

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Best of Olymp: Der tut nichts, der will nur … Kuchen!

Praktische Lebenshilfe mit besten Grüßen vom Olymp bietet dieses wunderschöne Maler-Email aus dem 16. Jahrhundert (Email wie in emailliert, nicht wie die elektronische Post).  Am Beispiel der schönen Königstochter Psyche können wir lernen, was im Umgang mit bellenden, geifernden Vierbeinern zu beachten ist. In der Antike traten sie eher selektiv an Orten wie dem Eingang zur Unterwelt auf, heutzutage trifft man sie auch an harmloseren Stätten, zuweilen sogar am nächsten Straßenbegleitgrün. Die Geschichte geht so: Es waren einmal ein König und eine Königin, die hatten drei Töchter. Zwei davon waren ganz nett anzusehen, doch die dritte und jüngste namens Psyche war überirdisch schön. Im wahrsten Sinne des Wortes: Ihre Schönheit…

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Museums-Wiki: Muse

Muse (die griechische: Μοῦσα, nicht die 1994 gegründete britische Grammy-prämierte Rockband, auch wenn letztere bei einer Google-Suche als erster Treffer ausgespuckt wird), wird eine Schutzgöttin der Kunst und Wissenschaft aus der griechischen Mythologie genannt. Ursprung und Wirken: Es gibt sie in verschiedenen Varianten – pireisch, appollonisch, titanisch und olympisch -, am bekanntesten ist heutzutage die von Hesiod im 6. Jahrhundert vor Christus in seiner Theogonie (Entstehungsgeschichte der Welt und der Götter) beschriebene olympische Variante. Demnach gibt es neun Musen, die als Töchter von Göttervater Zeus und Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung, geboren wurden (Angeber-Wissen: sie werden nicht nur olympische Musen, sondern nach ihrer Mutter auch Mnemoniden genannt). Als Heimat der…

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Museum Backstage: Das Outfit der neuen Gemäldegalerie

Die Neueröffnung unseres Museums steht unter dem Motto: Verführung garantiert. Und was steht am Anfang jeder gelungenen Verführung? Natürlich die Wahl der richtigen Waffen. Der geschickteste Umgang mit der Waffe, der wir uns heute in der Kategorie  „Museum Backstage“ widmen, wird in der Regel den Damen der Schöpfung nachgesagt – Christo und Karl Lagerfeld mögen uns verzeihen. Es geht um: Stoff. Genauer gesagt, um exklusiv für uns produzierten Stoff der Brandschutzklasse C1. Als eines von ganz wenigen Museen in Deutschland setzen wir nämlich in unserer neuen Gemäldegalerie wieder auf Wandbespannungen. Und zwar aus demselben Grund, der Frauen auf Verführungs-Kurs stundenlang vor dem Spiegel Outfits ausprobieren lässt: Es geht darum, durch…

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