Best of Olymp: Leg dich nicht mit Apoll an!

Die folgende Geschichte in unserer Rubrik „Best of Bible, Olymp und Co.“ zeigt, dass es nicht ratsam ist, sich mit Apoll, dem Gott der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs anzulegen: Marsyas, als Sartyr halbgottähnliches Wesen mit Eselsbeinen und einem menschlichen Oberkörper im Gefolge der Göttin Kybele, musste das am eigenen Leib erfahren. Wie verschiedene antike Erzähler zu berichten wissen, führte eine Verkettung unglücklicher Umstände und die Tatsache, dass Apoll cleverer war, dazu, dass Marsyas als vielleicht der tragischste aller Verlierer in die antike Geschichte einging. Aber von Beginn an: Wie so oft steht am Beginn einer tragischen Geschichte ein weibliches Geschöpf – hier Athene, die sich mit einer selbst…

Read More

Museums-Wiki: Farblithografie

Begriff: Der Begriff Lithografie stammt aus dem Griechischen und besteht aus zwei Wortteilen, zum einen „lithos“ griechisch für Stein und „graphein“ griechisch für schreiben. Geschichte: Die Lithografie gehört zu den „jüngeren“ Drucktechniken, obwohl auch sie bereits über 200 Jahre alt ist. Aloys Senefelder hat sie im späten 18. Jahrhundert (um genau zu sein 1798) „erfunden“. Natürlich kann man bei Techniken schlecht von „erfinden“ reden, da es natürlich immer wieder Experimente mit dem Flachdruck gab und die Entwicklung zumeist ein fließender Prozess ist. Senefelder unternahm von Beginn an Versuche, die Lithografien, die ursprünglich schwarz und weiß waren, auch als farbige Abdrucke zu ermöglichen. Technik: Lithografie ist ein Flachdruck-Verfahren. Anders als zum…

Read More

How to impress… mit Kandinsky in der Konzertpause

Heute widmen wir uns in der Kategorie „How to impress“ einem Feld, mit dem Sie wirklich in die Tiefen des „Art-Talk“ eintauchen: der klassischen Moderne, speziell der abstrakten Kunst! Die Meisterdisziplin für den Art-Talk – im richtigen Rahmen können Sie hier garantiert mit einem gekonnt platzierten Spruch punkten und werden auf beeindruckte Zuhörer treffen – aber Vorsicht: Nachfragen möglicher „Mitwisser“ sind hier doch recht wahrscheinlich, dann ist ihre Schlagfertigkeit gefragt. Die Werke des russischen Künstlers Wassily Kandinskys bieten sich hierfür sehr gut an. Beispielsweise könnten Sie in einer Pause beim Konzertbesuch den Small-Talk beim Gläschen Sekt (15 min. können schon sehr lang werden) mit einem Spruch zur Bildenden Kunst auf…

Read More

How to impress… mit Maleremail beim nächsten Picknick

Heute geben wir Ihnen einen Tipp, wie Sie aus jedem Picknick mit einem Art- Talk ein besonderes Ereignis machen können – Voraussetzung ist das gute alte Email-Geschirr, das auch heute noch häufig als Camping-Utensil genutzt wird. „Ach, diese Email-Tassen erinnern mich an Limosiner Email – eine besonders farbenprächtige Kunstgattung, die vor allem im 16. Jahrhundert scheinbar alltägliche Gegenstände in wunderbarer Form aufgewertet hat. Eine Kanne oder Waschgeschirr wurde so zu einem Kunstobjekt.“ Falls Sie jetzt in fragende Gesichter blicken – „Limosiner Email“??? – dann auf zur zweiten Etappe: „Limosiner Email (entstanden Ende des 15. Jahrhunderts in der französischen Stadt Limoges) sind farbenprächtige Gefäße, Plaketten oder Medaillons, die wie glasierte oder…

Read More

Museums-Wiki: Vanitas

Begriff: Der Begriff „Vanitas“ hat seinen Ursprung im Buch Kohelet im Alten Testament: Koh, 1,2: Hier wird „Vanitas“ mit „Windhauch“ oder mit „Eitel“ übersetzt. Der Text „Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, Windhauch, Windhauch, das ist alles Windhauch. Welchen Vorteil hat der Mensch von all seinem Besitz, für den er sich anstrengt unter der Sonne?“ wurde vor allem seit dem Mittelalter als Hinweis auf die Vergänglichkeit alles Irdischen gedeutet. Von Geisteswissenschaftlern werden Thematiken, die sich mit der Vergänglichkeit des Lebens beschäftigen, sowohl in Literatur als auch in der Kunst als „Vanitas“ Motive bezeichnet. Darstellung in der Kunst: Neben so offensichtlichen Symbolen für die Vergänglichkeit des Lebens wie Totenschädel, Skelette und Sanduhren erfanden…

Read More

How to impress… mit Giambologna bei der Gartenparty

In dieser Woche geben wir Ihnen ein paar Anregungen, wie Sie auf einer idyllischen Gartenparty einen Art-Talk anstossen können: „Ach, diesen hervorragend gestalteten Garten (wenn Sie in besonderer Plauderlaune sind, könnten Sie noch einen Halbsatz einfließen lassen: „Sie müssen mir unbedingt den Kontakt von Ihrem Gartengestalter nennen!“) würde eine Skulptur, wie beispielsweise ein schreitender Mars in der Manier von Giambologna komplettieren! Damit würde sich ein anregender Höhepunkt zwischen den geometrisch angelegten immergrünen Gewächsen ergeben.“ Zur Erklärung hier ein paar Hintergrundinformationen: Der schreitende Mars war ein überaus beliebter Skulpturentypus, der Ende des 16. Jahrhunderts von Giovanni da Bologna (1529-1608), genannt Giambologna, erfunden wurde. Giambologna schuf  Bronzeskulpturen, die in der Kunstgeschichte als…

Read More

Museums-Wiki: Bankett

Bankett – französisch auch Banquet genannt: kurz gesagt ein aufwändiges Festessen in größerem Umfang mit einer Vielzahl an teilnehmenden Personen. Meyers großes Konversationslexikon verweist auf die historische Funktion als feierliche Mahlzeit am Königshof mit versammeltem Hof und im Angesicht des Volkes. (zum Nachlesen: Meyers großes Konversationslexikon, 1905, „Bankett“) Auch heute noch nimmt das „Staatsbankett“ sowohl national als auch international eine wichtige Rolle ein. Staatsbankette werden nicht nur zu Ehren ranghoher Politiker abgehalten, sondern auch zu Ehren einer Königin oder eines Königs, so wie kürzlich erst anlässlich des Besuches der Queen in Berlin. Die Bankette folgen immer einem strengen Protokoll, das im Vorfeld intensiv abgestimmt werden muss. In der Bundesrepublik Deutschland…

Read More

How to impress… mit Heda bei der „tea time“

Heute im #SMARTtalk für Anfänger und Fortgeschrittene: Wie man Eindruck schinden kann bei der nächsten „tea time“. Mit dieser Folge unserer „How to impress … mit Kunst“-Serie überstehen Sie sogar einen „afternoon tea“ bei der Queen. Ja, wir meinen die echte und einzig wahre in England. Die sollte nämlich sofort wissen, was Sie meinen, wenn Sie sagen: „Oh, dieses Pastetenarrangement erinnert an die Haarlemer „banketjes“ und scheint ja direkt der Hand Heda’s entsprungen zu sein!“ Heda sollte der Queen ein Begriff sein – zumindest wenn sie sich ein bißchen in ihren eigenen Kunstschätzen auskennt. Sie besitzt nämlich selbst einen. Für alle anderen, die nachfragen (das werden außerhalb von Royal Collection,…

Read More