Vom Lehrling zum Hauptbuchhalter, oder: Einmal Augsburg – Venedig und zurück

Im Jahr 1514 begann ein junger Kaufmann aus Augsburg damit, ein ungewöhnliches Tagebuch anzulegen. Er beschloss, fortan die kostbaren, zuweilen extravaganten Kleidungsstücke zu dokumentieren, die er für sich fertigen ließ. Der Name dieses jungen Mannes war Matthäus Schwarz; und er sollte das Projekt seines klaidungsbuechlins für die nächsten 46 Jahre seines Lebens weiterverfolgen. 1514 war Matthäus gerade 17 Jahre alt und arbeitete im Weinhandel seines Vaters. Auf Reisen nach München und an den Bodensee hatte er bereits Süddeutschland kennengelernt. Aber er wollte mehr sehen und schreibt: „Meyne sinn stonden mir in fremde land.“ Noch im selben Jahr 1514 sollte dieser Wunsch wahr werden. Im Oktober trat Matthäus die lange Reise nach…

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Dressed for Success

Das klaidungsbuechlin des Matthäus Schwarz, oder: Der erste Selfie-Blogger? Im Jahr 1520 begann ein junger Kaufmann aus Augsburg damit, ein ungewöhnliches Tagebuch anzulegen. Er beschloss fortan die kostbaren, zuweilen extravaganten Kleidungsstücke zu dokumentieren, die er für sich fertigen ließ. Der Name dieses jungen Mannes war Matthäus Schwarz und er sollte das Projekt des klaidungsbuechlins für die nächsten 40 Jahre seines Lebens weiterverfolgen. In dieser Zeit entstanden 125 Miniaturen, die Schwarz insgesamt 137 Mal zeigen.

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Ansichten des Ichs – Künstlerselbstbildnisse

Selbstbildnisse sind ein besonderes künstlerisches Mittel der Analyse, der Erkenntnis und der Repräsentation: wie zeige ich mich, was möchte ich offenbaren, welche Äußerlichkeiten oder inneren Zustände dokumentieren? Zahlreiche Kunstschaffenden haben sich diese herausfordernde Aufgabe gestellt. In einem Raum der aktuellen Sonderausstellung Kunst setzt Zeichen sind rund 60 solcher Selbstporträts zu sehen. Thematisch gegliedert führen sie die zahlreichen Möglichkeiten der Darstellung des eigenen Ichs anschaulich vor Augen.

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HAUM proudly presents: Porcelaine royale!

Merci, Napoleon – oder: Vom Beginn einer deutsch-französischen Freundschaft. Die zweite große Sonderausstellung nach der Neueröffnung im Oktober 2016 führt zurück in die ereignisreiche Geschichte des Museums. Die Sonderschau „Porcelaine royale. Napoleons Bedeutung für Sèvres und Fürstenberg“ beleuchtet die Zeit, als Napoleons Beutezug durch Europa den Grundstein für einen künstlerischen und kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland, genauer der Porzellanmanufakturen Sèvres und Fürstenberg, legte. Vom 7. September bis zum 10. Dezember erzählen kostbare Tafelgeschirre, vielfältige Gebrauchsporzellane, edle Biskuitbüsten, Gemälde und Archivalien darüber hinaus davon, wie durch Napoleon der Grundstein der Porzellansammlung des Herzog Anton Ulrich-Museums gelegt wurde. Als nach den verlorenen Schlachten von 1806 Napoleon die europäische Landkarte neu sortierte…

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