How to impress…beim nächsten Familientreffen!

Die Eltern feiern Silberhochzeit, Opa Rudi wird 80 oder die Einschulung ihres Patenkindes steht kurz bevor? Dann werden Sie dieses Familienereignis für die Nachwelt festhalten wollen. Jedoch hat sich sicherlich auch bei Ihnen über die Jahre eine Routine beim Arrangement von Familienfotos eingestellt, oder? Die Personen-Konstellationen und Örtlichkeiten sind auf allen Gruppenfotos sehr ähnlich und der Platz neben jener Tante, die sich stets in eine Wolke aus Chanel No. 5 hüllt, bleibt meistens leer. Diese immergleichen Fotoszenarien können auf Dauer ganz schön langweilig werden, daher geben wir Ihnen im heutigen „How to impress…“-Beitrag einen Tipp für die nächste Familienfeier: Beeindrucken Sie doch beim Treffen Ihrer lieben Verwandten, indem sie das…

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How to impress … mit Tacker und Gemäldegalerie

Und wieder einmal treten wir den Beweis an, wie Ihnen ein bißchen Wissen um unser Museum und unsere Kunst in jeder Lebenslage behilflich sein kann. Heute in der Rubrik „How to impress“: Wie man mit der Wandbespannung unserer Gemäldegalerie Kolleg/innen zu langweiligen Hilfsarbeiten motivieren kann. Ob es 3000 Kunstfreunde sind, die zu einer Ausstellungseröffnung eingeladen werden, oder 300 Exemplare von Tagungsunterlagen, die ordentlich zusammengestellt werden müssen – sobald man mehr als eine Seite Papier hat, die man verschicken oder zusammenpacken muss, braucht man einen Tacker, viele Heftklammern – und Kolleg/innen, die die stupide Arbeit des Ordnens und Zusammentackerns der Papierberge übernehmen. Definitiv kein Traumjob. Wie soll Ihnen da Museumswissen weiterhelfen?…

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How to impress: Barock für das Wohnzimmer

Sie möchten sich einen Hauch barocke Eleganz mit dem gewissen Etwas nach Hause holen? Dann haben wir heute einen ganz besonderen Tipp für Sie: Probieren Sie doch einmal, Ihre Bilder in barocker Manier an die Wand zu hängen. Fürsten, Herzöge und Kaiser legten zu Zeiten von König Ludwig XIV. von Frankreich, August dem Starken in Dresden, Kaiserin Maria Theresia von Österreich oder Friedrich d. Großen von Preußen besonderen Wert auf die Repräsentation und die Selbstdarstellung. Ein Mittel zum Zweck war dabei im 17. und 18. Jahrhundert die Einrichtung von Galerien, die den Kunstsinn und Reichtum des jeweiligen Regenten zeigen sollten. Umfangreiche Gemäldesammlungen wurde wandfüllend in den Galerien präsentiert – teilweise…

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How to Impress: Tinder mal anders: Raub der Sabinerinnen – was war das noch gleich?

Speed-Dating, Parship, Elite-Partners, Tinder, einen neuen Partner kennenzulernen im Zeitalter des Internets kann einem schon viel abverlangen. Wenn Sie das nächste Mal einem Gespräch über die Fehltritte und Erfolge der modernen Singles beiwohnen, geben Sie doch die Geschichte vom Raub der Sabinerinnen zum Besten; natürlich nur mit einem Augenzwinkern! Aber was war Der Raub der Sabinerinnen gleich noch? Wer sind die Sabinerinnen und warum wurden sie geraubt und vor allem von wem? Es geht in jedem Fall nicht um viele Frauen, die Sabine hießen (auch wenn der weibliche Vorname bei den Sabinern seinen Ursprung nimmt). Vielleicht weiß man auch noch, dass es um Rom geht und vielleicht erinnert man sich…

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How to impress … mit Gueridons beim Möbelhaus-Bummel

Unser Kunst-Wissen ist nicht alltagstauglich? Von wegen. Warten Sie ab, bis Sie das nächste Mal durch ein Möbelhaus schlendern. Zum Beispiel das allseits bekannte blau-gelbe Einrichtungshaus aus dem hohen Norden. Sie hängen bei der Präsentation von Couch- und Beistelltischen mit so klangvollen Namen wie „Klingsbo“, „Lindved“ oder „Hatten“ gerade kopfüber in einem Wühlkorb mit „Plastis“-Spülbürsten, als eine Dame in Ihrem Rücken seufzend zu ihrem Begleiter sagt: „Ach, sehnst Du Dich nicht auch manchmal zurück nach den Zeiten, in denen Gueridons (ausgesprochen: Gehridon, mit Betonung auf der letzten Silbe) noch als exquisite Wohn-Accessoires in Handarbeit aus kostbaren Ausgangsmaterialien gefertigt wurden?“ Als Kenner der Kunstwerke des Herzog Anton Ulrich-Museums wissen Sie natürlich…

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How to impress: Statt Selfie

Wer kennt es nicht? Es ist Urlaubszeit, man sitzt nichts ahnend vor dem Computer und checkt seinen Status auf Facebook und wird konfrontiert mit Familienselfies aus dem Sommerurlaub von Freunden und Verwandten. Sie teilen ihre mit dem Smartphone geknipsten Bilder von sich und den lieben Kleinen vor Strand-, Wald- oder Bergkulisse mit der Welt. Wenn Sie das nächste Mal eines dieser Zeugnisse familiärer Einigkeit sehen, kommentieren Sie doch das Bild mit einer kleinen Anekdote über die Verbreitung von Familienbildern in vor-fotografischer Zeit! Vor über 200 Jahren war es nicht so einfach Bilder seiner Familie mit Freunden und Bekannten zu teilen. Um ein Bild seiner Familie zu erzeugen, konnte man nicht…

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How to impress… als echter Held

Sie wollten schon immer ein Held werden? Heute können Sie von dem echten antiken Held Marcus Curtius lernen, wie man es anstellt, dass die Heimatstadt sich ewig an Sie erinnern wird: Suchen Sie ein Erdloch in oder nahe einer Stadt. Je breiter und tiefer, desto besser. Ein paar Flammen, die daraus emporzüngeln sind kein Muss, steigern aber die Dramatik. Nun nehmen Sie ein blindes, taubes und überhaupt wenig sensibles Pferd, schwingen sich auf dessen Rücken, und reiten in vollem Galopp in dieses Erdloch hinein. Dabei schreien Sie sich die Seele aus dem Leib: „Für ….. und jeden, der darin lebt!“ Bei den Pünktchen ist der Name der Stadt einzusetzen, in…

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How to impress… mit Kandinsky in der Konzertpause

Heute widmen wir uns in der Kategorie „How to impress“ einem Feld, mit dem Sie wirklich in die Tiefen des „Art-Talk“ eintauchen: der klassischen Moderne, speziell der abstrakten Kunst! Die Meisterdisziplin für den Art-Talk – im richtigen Rahmen können Sie hier garantiert mit einem gekonnt platzierten Spruch punkten und werden auf beeindruckte Zuhörer treffen – aber Vorsicht: Nachfragen möglicher „Mitwisser“ sind hier doch recht wahrscheinlich, dann ist ihre Schlagfertigkeit gefragt. Die Werke des russischen Künstlers Wassily Kandinskys bieten sich hierfür sehr gut an. Beispielsweise könnten Sie in einer Pause beim Konzertbesuch den Small-Talk beim Gläschen Sekt (15 min. können schon sehr lang werden) mit einem Spruch zur Bildenden Kunst auf…

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How to impress… mit Maleremail beim nächsten Picknick

Heute geben wir Ihnen einen Tipp, wie Sie aus jedem Picknick mit einem Art- Talk ein besonderes Ereignis machen können – Voraussetzung ist das gute alte Email-Geschirr, das auch heute noch häufig als Camping-Utensil genutzt wird. „Ach, diese Email-Tassen erinnern mich an Limosiner Email – eine besonders farbenprächtige Kunstgattung, die vor allem im 16. Jahrhundert scheinbar alltägliche Gegenstände in wunderbarer Form aufgewertet hat. Eine Kanne oder Waschgeschirr wurde so zu einem Kunstobjekt.“ Falls Sie jetzt in fragende Gesichter blicken – „Limosiner Email“??? – dann auf zur zweiten Etappe: „Limosiner Email (entstanden Ende des 15. Jahrhunderts in der französischen Stadt Limoges) sind farbenprächtige Gefäße, Plaketten oder Medaillons, die wie glasierte oder…

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How to impress… mit Giambologna bei der Gartenparty

In dieser Woche geben wir Ihnen ein paar Anregungen, wie Sie auf einer idyllischen Gartenparty einen Art-Talk anstossen können: „Ach, diesen hervorragend gestalteten Garten (wenn Sie in besonderer Plauderlaune sind, könnten Sie noch einen Halbsatz einfließen lassen: „Sie müssen mir unbedingt den Kontakt von Ihrem Gartengestalter nennen!“) würde eine Skulptur, wie beispielsweise ein schreitender Mars in der Manier von Giambologna komplettieren! Damit würde sich ein anregender Höhepunkt zwischen den geometrisch angelegten immergrünen Gewächsen ergeben.“ Zur Erklärung hier ein paar Hintergrundinformationen: Der schreitende Mars war ein überaus beliebter Skulpturentypus, der Ende des 16. Jahrhunderts von Giovanni da Bologna (1529-1608), genannt Giambologna, erfunden wurde. Giambologna schuf  Bronzeskulpturen, die in der Kunstgeschichte als…

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