Museum backstage: Mit Papptellern zu einer neuen Dauerausstellung

Partylöwinnen und -löwen aufgepasst – Das Herzog Anton Ulrich-Museum hat ein interessantes Design entwickelt, mit dem Ihr Euren Partytisch aufpeppen könnt: Rund 180 mühevoll handgefertigte Einzelstücke wurden von den Kolleginnen und Kollegen hergestellt, um damit die Einrichtung einer Vitrine im Detail zu planen. Die historischen Vitrinen, die bereits bei der Neueröffnung des Museumsgebäudes im Jahr 1887 die kostbaren Schätze aus den Sammlungsbereichen Skulptur und Kunsthandwerk beherbergten, werden ab Herbst 2016 wieder zum Einsatz kommen. Neben Steinzeug und Porzellan wird in den Vitrinen, die von einem Möbeltischler seit Juni 2015 aufgearbeitet wurden, die umfangreiche und berühmte Majolikasammlung des Museums präsentiert. Die Teller und Gefäße, alles Einzelstücke, die sich im Format stark…

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Museum backstage: Something old, something new….

… something borrowed and something blue, sollen laut einem alten Aberglauben Bräuten Glück bringen bei ihrer Hochzeit. Nein, heiraten will unser Museum nicht. Aber es ist schon eine Art von Beziehung, die wir mit unseren Besuchern eingehen. Wir verfolgen ein klares Ziel mit der Konzeption der neuen Ausstellungsräume: unsere Besucher zu verführen. Verführen zum Kunstgenuss mit allen Konsequenzen. Zum Schmunzeln und Grübeln, zum Mitfühlen und Träumen, zum Lieben und Hoffen. Aber auch, das geben wir zu, zum Aufsaugen von Wissen. Unsere Beziehung zu unserem Publikum unter einen guten Stern zu stellen, kann also nicht schaden. Wie gut, dass wir für das eingangs erwähnte alte Sprichwort alle Ingredienzien zusammen haben. Ein…

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Museum backstage: Ein schöner Rücken kann auch entzücken!

So lautet ein Motto der Gemälderestauratorinnen im Herzog Anton Ulrich-Museum, denn: nicht nur die Vorderseiten der Kunstwerke müssen konservatorisch betreut und teilweise auch restauriert werden, sondern auch die Rückseiten der Gemälde stehen im Zentrum der Arbeit. Bevor die Gemälde neu gehängt werden, nutzen die Restauratorinnen die Gelegenheit, die Bilder rundherum noch einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Nicht nur die Malerei auf der Ansichtsseite der Werke wird von unseren Fachfrauen begutachtet, sondern auch die Rückseiten werden genauestens unter die Lupe genommen. Die Bildträger können aus den verschiedensten Materialien bestehen. Neben Holztafeln, die vor allem im Mittelalter und in der frühen Neuzeit verbreitet waren, wurden Gemälde auch auf Kupfertafeln gemalt…

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Museum Backstage: Aschenputtel, oder: Was machen die die ganze Zeit? (Restaurierungs-Geschichten, Nr. 1)

Heute geben wir in unserem Blick hinter die Kulissen die Antwort auf eine Frage, die uns oft gestellt wird, wenn wir von der langen Sanierung unseres Museums erzählen: Was macht Ihr eigentlich die ganze Zeit? Tja. Was machen wir die ganze Zeit. Urlaub? Nein. Schönheitsschlaf à la Dornröschen? Nein. Aschenputtel beim Sortieren der Erbsen und Linsen helfen? Auch nicht. Wobei wir uns mit dem Aschenputtel noch am ehesten identifizieren können. Ein geschlossenes Museum führt für die Öffentlichkeit eine ähnliche Schattenexistenz wie das Aschenputtel nach der Heirat ihres Vaters mit der bösen Stiefmutter. Auch wenn es von außen niemand sieht: Das Aschenputtel ist ziemlich beschäftigt damit, den Haushalt zu schmeißen. Zoomen…

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Museum Backstage: Eine klebrige Angelegenheit

Die Vorbereitungen für die Neueröffnung des Herzog Anton Ulrich Museums laufen auf Hochtouren. Erst vor ein paar Tagen ist ein an das Museum für Lackkunst in Münster ausgeliehenes Objekt wieder in der Lack- und Möbelrestaurierung eingetroffen, das nun auf seinen Platz in der neuen Dauerausstellung wartet. Es handelt es sich um einen seltenen weißen Kabinettschrank des belgischen Künstlers Gérard Dagly (1660 bis 1715). Dagly arbeitete am preußischen Hof in Berlin und war einer der besten Lackkünstler seiner Zeit, der sich mit seinen Imitationen ostasiatischer Motive einen Namen machte. Um den Schrank wieder in voller Pracht erstrahlen zu lassen, hatten die Restauratoren der Lack- und Möbelrestaurierung alle Hände voll zu tun….

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Museum Backstage: Mut zur Farbe

Eins ist sicher: Wenn wir unser Museum im Herbst 2016 neu eröffnen, machen wir die Welt bunter. Purpur, Himmelblau, Zitronengelb oder Lindgrün – die Wände unserer neuen Ausstellungsräume erstrahlen in allen Farben des Regenbogens. Auf sechs verschiedene Farben bringt es die Gemäldegalerie, die Ausstellungsetage im 2. Obergeschoss präsentiert sich gar in zwölf unterschiedlichen Farbgewändern. Weiße Wände finden sich bei uns noch nicht einmal in Treppenhäusern oder Servicebereichen, denn auch hier erhält die Architektur eine zarte Gliederung in Creme- und Steintönen und erscheint wieder so, wie sie im 19. Jahrhundert ursprünglich konzipiert worden war. Warum ein solcher Farbenrausch? Kann die Kunst das vertragen? Oh ja. Sie kann es nicht nur vertragen,…

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Museum Backstage: Das Outfit der neuen Gemäldegalerie

Die Neueröffnung unseres Museums steht unter dem Motto: Verführung garantiert. Und was steht am Anfang jeder gelungenen Verführung? Natürlich die Wahl der richtigen Waffen. Der geschickteste Umgang mit der Waffe, der wir uns heute in der Kategorie  „Museum Backstage“ widmen, wird in der Regel den Damen der Schöpfung nachgesagt – Christo und Karl Lagerfeld mögen uns verzeihen. Es geht um: Stoff. Genauer gesagt, um exklusiv für uns produzierten Stoff der Brandschutzklasse C1. Als eines von ganz wenigen Museen in Deutschland setzen wir nämlich in unserer neuen Gemäldegalerie wieder auf Wandbespannungen. Und zwar aus demselben Grund, der Frauen auf Verführungs-Kurs stundenlang vor dem Spiegel Outfits ausprobieren lässt: Es geht darum, durch…

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