How To Impress… mit der Kaffeegesellschaft von Fürstenberg bei Omis Sonntagskaffee

Wir alle kennen das Sprichwort „Früher war alles besser!“ Manchmal ist es Ausdruck von reaktionärem Denken, manchmal Nostalgie und manchmal aber auch wahr! Viele kleine Dinge, die vor gar nicht allzu langer Zeit noch Gang und Gäbe waren, haben heute nahezu an Bedeutung verloren. So zum Beispiel auch der Sonntagskaffee. Hierfür gab es früher – und heute meist nur noch bei Omi – für diesen Anlass ein ganz besonderes Geschirr: Teures, handgefertigtes Porzellan wurde einmal pro Woche aus der Vitrine entnommen und fein säuberlich aufgedeckt. In die Tassen wurde heißer Kaffee geschenkt und auf die Teller leckerer selbstgemachter Kuchen gedeckt. Um die Tafel saß die ganze Familie versammelt und ließ…

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How to impress … à la francaise!

Sie sind zum Abendessen zu Gast bei Ihren Schwiegereltern und nehmen Platz an der reich gedeckten Tafel. Wie Sie es wahrscheinlich von Zuhause kennen, wenn Sie selbst Besuch empfangen, finden Sie bereits einen vorbereiteten Tisch vor: Die Teller stehen neben dem Besteck an den für sie vorgesehenen Plätzen, die Dekoration sorgt für die richtige Stimmung und einige Untersetzer warten auf die heißen Speisen. Und da ist es auch schon: Ihre Schwiegereltern servieren nach einer kurzen Gelegenheit für Begrüßung und Small-Talk das frisch gekochte Essen. Bedienen Sie sich! Doch bevor alle in gefräßiges Schweigen versinken und das gute Mahl genießen, sollten Sie noch einmal ordentlich auch für intellektuelle Genüsse sorgen. Falls…

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HAUM proudly presents: Porcelaine royale!

Merci, Napoleon – oder: Vom Beginn einer deutsch-französischen Freundschaft. Die zweite große Sonderausstellung nach der Neueröffnung im Oktober 2016 führt zurück in die ereignisreiche Geschichte des Museums. Die Sonderschau „Porcelaine royale. Napoleons Bedeutung für Sèvres und Fürstenberg“ beleuchtet die Zeit, als Napoleons Beutezug durch Europa den Grundstein für einen künstlerischen und kulturellen Austausch zwischen Frankreich und Deutschland, genauer der Porzellanmanufakturen Sèvres und Fürstenberg, legte. Vom 7. September bis zum 10. Dezember erzählen kostbare Tafelgeschirre, vielfältige Gebrauchsporzellane, edle Biskuitbüsten, Gemälde und Archivalien darüber hinaus davon, wie durch Napoleon der Grundstein der Porzellansammlung des Herzog Anton Ulrich-Museums gelegt wurde. Als nach den verlorenen Schlachten von 1806 Napoleon die europäische Landkarte neu sortierte…

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Museum backstage: Die Musen-Blogger sind zurück!

Was soll man sagen: Das Dasein einer Muse ist erfüllend, aber auch ganz schön hart. Die Welt ist so groß geworden seit der Antike, und mit der digitalen Revolution hat sie sich gefühlt nochmal verdoppelt. Sooo viele Menschen, die inspiriert werden müssen ….  Schwerstarbeit, wirklich. Schauen Sie sich mal bei Instagram, YouTube oder facebook um, dann wissen Sie, was wir meinen.   Die Bloggerei für das Herzog Anton Ulrich-Museum haben wir Ende 2016 erstmal eingestellt, nachdem das Museum am 23. Oktober erfolgreich neu eröffnet hatte. Und wie erfolgreich! Schauen Sie mal hier: Besucherschlangen vor dem Museum! In der Eröffnungswoche kamen bei freiem Eintritt mehr als 24.000 Menschen, um dem neuen…

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How to impress: Das Weihnachts-Special

Sie kennen das bestimmt zur Genüge: Die Traditionen an Weihnachten sind vielen Personen heilig und in einigen Familien erzählt man im Kollektiv gerne die Weihnachtsgeschichte, wie sie die Evangelien im neuen Testament erzählen – vielleicht steht bei dem einen oder anderen von Ihnen auch eine Krippe mit den Protagonisten der Geschichte rund im Christi Geburt unter dem Tannenbaum. Falls das bei Ihnen so ist, haben wir hier in unserem Weihnachts-Special ein paar Tipps, wie Sie die Freunde und Angehörigen auf ein kleines Detail aufmerksam machen können und mit Art-Talk vom Feinsten für Staunen unter dem Weihnachtsbaum sorgen können. Neben Maria, Josef, den Heiligen Drei Königen, die dem neugeborenen Jesus Christus…

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Museums-Wiki: Keroplastik

Ein bekanntes Beispiel für Wachsbildnerei oder Keroplastik sind die Wachsfigurenkabinette, die es auf der ganzen Welt zu bestaunen gibt. Die realistische Darstellung der Personen ist mit dem weichen Material, aus dem sie geschaffen worden sind, zu erklären: dem Wachs. Begriff: Wachsbildnerei oder Keroplastik (altgriechisch: κέρος / keros, dt: „Wachs“) bezeichnet die Kunst, Objekte aus Wachs zu modellieren, zu gießen oder auch Wachsplastiken herzustellen. Geschichte: Jahrhundertelang wurde Wachs in erster Linie für die Herstellung von Kerzen und Siegel benutzt. Aber schon in der Antike wurde das weiche Material auch für plastische Arbeiten verwendet: es wurden Totenmasken gefertigt, die auch als Erinnerungsbilder dienten. In der Renaissance entdeckten Künstler diesen Brauch wieder und…

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How to impress: Was Kerosin (nicht) mit Wachskunst zu tun hat

Der Sommer ist (schon) wieder vorbei und Sie sehnen sich nach Urlaub. Im Idealfall haben Sie noch ein paar Urlaubstage übrig. Die Reise ist prompt gebucht und Sie sitzen voller Vorfreude im Flugzeug. Da Sie lange sitzen, haben sie sich für eine gemütliche Jogginghose entschieden, Ihr Nachbar sitzt jedoch im Anzug neben Ihnen, blättert in einem Kunstmagazin und beäugt Sie skeptisch. Sie wollen ihm keine Chance geben, sich ein falsches Bild zu machen, daher fragen Sie ihn: „Wissen Sie eigentlich, welchen Wortursprung Kerosin hat?“ Er sieht Sie verblüfft an und meint: „Nein?“ Das ist Ihre Chance, mit Ihrem Wissen zu beeindrucken. Sie antworten: „Das Kerosin, das dieses Flugzeug antreibt, ist…

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Museum backstage: Ein Schaufenster für die Graphik

Ja, ja,  wir wissen es: Superlative über Superlative sind irgendwann einfach nur nervig. Aber sorry, das hier muss einfach mal gesagt werden – weil es garantiert kaum  jemand weiß: Unser Kupferstichkabinett gehört zu den bedeutendsten graphischen Sammlungen Europas. Dass das kaum jemand weiß, liegt unter anderem daran, dass unsere graphische Sammlung im alten Museum, also vor der Sanierung, im Gegensatz zu Gemälden und Angewandter Kunst keine dauerhafte Ausstellungsfläche hatte. Es fehlte schlicht und einfach der Platz. Dabei macht Kunst auf Papier zahlenmäßig den größten Teil unserer Kunstsammlungen aus: Insgesamt 145.000 der ca. 190.000 Kunstwerke sind Druckgraphik oder Zeichnungen. Nachdem wir im Rahmen der Sanierung mehr als 1000 m² Ausstellungsfläche hinzugewonnen…

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How to impress: Antike Selfies

Es ist Urlaubszeit. Aber Sie suchen nicht wie viele Erholung am Strand, nein, Sie haben eine Bildungsreise gebucht. Rom soll es dieses Jahr sein. Auf Du und Du mit der römischen Antike! Es ist der dritte Tag der Reise, 13 Uhr und dreißig Grad im Schatten. Das Forum Romanum glüht. Ihre Reisegruppe sucht Abkühlung in den Kapitolinischen Museen. Und während Sie so ehrfürchtig die Reihen antiker Skulpturen abschreiten, Philosophen und Kaiserbüsten in Hülle und Fülle, fällt ihnen wieder die junge Frau auf, die stets mit Handy bewaffnet auf der Jagd nach den schönsten Hintergründen für ihre so zahlreichen Selfies ist. Und endlich (Gott sei Dank!) fällt Ihnen ein, wie Sie…

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Museums-Wiki: Virginal

Begriff Der Begriff „Virginal“ leitet sich einerseits von dem lateinischen Wort „virga“ (dt. „Stab“ oder „Ast“) ab, was sicherlich auf die rechteckige, kastenartige Form zurückzuführen ist. Andererseits ist bei dem Wortursprung auch an den lateinischen Begriff „virgo“ (dt. „Jungfrau“ oder auch „Mädchen“) zu denken. Er bezieht sich zum einen darauf, dass das Instrument überwiegend von jungen Mädchen gespielt wurde. Zum anderen erklingen hohe Töne, die an eine helle Frauenstimme erinnern. Mit klaren Tönen verbindet sich der Gedanke von Reinheit, die traditionell mit „Jungfräulichkeit“ gleichgesetzt wird. Technik Virginale gehören der Gruppe der Kielinstrumente an, zu denen auch das Spinett und das Cembalo zählen. Es unterscheidet sich von ihnen durch seine rechteckige…

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