Best of… Von weißen Elefanten

Sagenumwobene weiße Elefanten sind vor allem aus den südostasiatischen Ländern Thailand, Laos, Myanmar und Birma bekannt. Die Bedeutung dieser besonderen Tiere, die tatsächlich aufgrund einer biologischen Anomalie gewisse Merkmale aufweisen, wie sehr helle Haut und rötliche Augen, fusst auf einer buddhistischen Sage, die sich rund um die Geburt des Buddhas Siddharta Gautama rankt: Als eine Art buddhistische „Verkündigung“ ging ein weißer Elefant als himmlisches Wesen auf die Königin Mayadevi, der Mutter Siddhartas nieder, um die Geburt eines reinen und mächtigen Wesens anzukündigen. Auch in der hinduistischen Theologie kommt den weißen Elefanten eine wichtige Bedeutung zu: als erster Elefant und Reittier des Gottes Indra ist „Airavata“ (so der Name des Tieres)…

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Museum backstage: #TBT – ein Korsett für Kleopatra

Sagt Ihnen  #TBT etwas? Für Social-Media-Anfänger: #TBT ist eine Abkürzung für „Throwback Thursday“, ein Trend, bei dem man jeden Donnerstag in Erinnerungen schwelgt und in den sozialen Medien, insbesondere Instagram, Twitter oder Facebook, Fotos oder Filme teilt. Zwei Anlässe inspirieren auch uns heute einmal dazu, nostalgisch zu werden und uns am #TBT zu beteiligen: Eine Ausstellung sowie ein Abschied. Zunächst zur Ausstellung: Im Städelmuseum in Frankfurt am Main wird noch bis Anfang Juni eine Ausstellung zum Manierismus gezeigt, Titel „Maniera. Pontormo, Bronzino und das Florenz der Medici“. Der Manierismus ist eine facettenreiche, schwer zu fassende Epoche der Kunstgeschichte, die zwischen Renaissance und Barock eingeordnet ist und im italienischen Florenz ihren…

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Museum backstage: Bilder sagen mehr als Worte

So gerne wir auch von unserem neuen Museum erzählen – manchmal braucht es gar nicht viele Worte. In diesem Sinne: zurücklehnen und genießen – wir präsentieren vier der neuen Räume im 2. Obergeschoss unseres Museums, die den Bereich Angewandte Kunst und Skulpturen beheimaten werden. Titelbild (oben): Blick in den Themenraum „Schatzkammer: Die Verbreitung des Fürstenbildes“   Bild Nr. 2: Blick in den Themenraum „Tafelkultur: Essen und Trinken“   Bild Nr. 3: Blick in den Themenraum „Bildungsziele: Helden, Legenden, Vorbilder“   Bild Nr. 4: Blick in den Themenraum „Herrschaftspräsentation: Der Fürst als Marke“  

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How to impress: Beim Whale-Watching das letzte Einhorn suchen

Sie haben für Ihren Schatz ein außergewöhnliches Erlebnis gebucht, ankern vor der Küste Kaliforniens und wollen Wale beobachten, aber die Meeressäuger lassen einfach auf sich warten? Dann überbrücken Sie die Zeit doch einfach mit Ihrem Wissen zu diesem Thema: „Hätte es uns nicht in diese warme Gegend verschlagen, sondern dahin, wo es so richtig kalt ist, dann hätten wir jetzt nach Narwalen Ausschau halten können…“ „Nach was?“ Und dann geht’s mit Ihrer Geschichte los: „Der Narwal! Ein Wal, der in arktischen oder subarktischen Gewässern nahe dem Packeis lebt. Sein Merkmal ist ein bis zu drei Meter langer Stoßzahn, der sich durch die Oberlippe hinausbohrt und die Stirn des Tieres ziert….

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Best of…& Co.: „Mythos vs. Reale Person – Kleopatra“

Liz Taylor verkörperte sie… viele andere Frauen würden es ihr gerne nachtun… Unser „Best of Bible, Olymp & Co.“ widmet sich heute einer schillernden weiblichen Persönlichkeit, um die sich viele Legenden und Mythen ranken: Kleopatra. Im kollektiven Gedächtnis verankert als die Herrscherin, deren Charme Caeasar und Antonius, die mächtigsten Männer des letzten Jahrhunderts vor Christus, erlagen. Lag es an den regelmäßigen Badesessions in Eselsmilch? Das wird die Geschichtswissenschaft wohl nie herausfinden… Kleopatra, geboren 69 v. Chr. als Tochter des reichsten Mannes der Welt, König Ptolemaios XII., wurde das Streben nach Macht vermutlich schon in ihre Wiege gelegt. Nach dem Tod ihres Vaters tritt die damals 18-jährige Kleopatra zusammen mit ihrem…

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How to impress … in Minute 07:55 bei Sherlock!

„The Game is on!“… und zwar am 28.3. um 21:45 Uhr im Ersten. Denn da flimmert endlich die neueste Sherlock-Folge über die deutschen Fernsehschirme. Das Christmas-Special, das bereits am 1. Januar im britischen Fernsehen ausgestrahlt wurde, trägt den vielversprechenden Namen „Die Braut des Grauens“. Das Besondere dabei: Unser Lieblingsdetektiv wird in diesem Serienspecial in die viktorianische Zeit katapultiert, genauer gesagt ins Jahr 1895. Nikotinpflaster werden gegen die Pfeife getauscht, die Locken weichen den zurückgegelten Haaren und Pferdekutschen traben entlang der Baker Street. Wir geben es zu: Unter den Musen hat sich in den letzten Jahren eine wahre Fan-Base entwickelt, wir konnten einfach nicht bis zur deutschen Erstausstrahlung warten, sondern haben…

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Museum backstage: Im Namen der Schönheit!

Wahre Schönheit kommt von innen? Nicht unbedingt, wenn es um unsere Kunst geht! Dafür werfen unsere RestauratorInnen und WissenschaftlerInnen gnadenlos jede noch so tugendhafte Überzeugung über Bord. Grund dafür sind natürlich unsere zukünftigen Besucherinnen und Besucher, die zur Wiedereröffnung rund 4000 Kunstwerke in ganzer Pracht erleben möchten – eben Kunstgenuss auf höchstem Niveau. Um das zu bewerkstelligen, arbeiten unsere Restauratorinnen seit einiger Zeit mit Hochdruck daran, der Kunst den perfekten Look zu verleihen. Schließlich ist die Vielzahl der Objekte mehrere hundert Jahre alt und ähnlich wie die menschliche Schönheit, bleibt auch für unsere Kunst die Zeit nicht stehen. Während unsereins womöglich mit Creme-Tiegeln gegen erste Alterserscheinungen ankämpft, gibt es in…

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How to impress…beim nächsten Familientreffen!

Die Eltern feiern Silberhochzeit, Opa Rudi wird 80 oder die Einschulung ihres Patenkindes steht kurz bevor? Dann werden Sie dieses Familienereignis für die Nachwelt festhalten wollen. Jedoch hat sich sicherlich auch bei Ihnen über die Jahre eine Routine beim Arrangement von Familienfotos eingestellt, oder? Die Personen-Konstellationen und Örtlichkeiten sind auf allen Gruppenfotos sehr ähnlich und der Platz neben jener Tante, die sich stets in eine Wolke aus Chanel No. 5 hüllt, bleibt meistens leer. Diese immergleichen Fotoszenarien können auf Dauer ganz schön langweilig werden, daher geben wir Ihnen im heutigen „How to impress…“-Beitrag einen Tipp für die nächste Familienfeier: Beeindrucken Sie doch beim Treffen Ihrer lieben Verwandten, indem sie das…

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Museums-Wiki: Fayence

Begriff: Der französische Begriff „Fayence“ leitet sich von der italienischen Stadt Faenza ab. Es handelt sich um ein keramisches Erzeugnis, das dem Teilbereich der „Majolika“ zugeordnet wird. Geschichte: Die ersten Fayencen entstanden 500 v. Chr. in Mesopotamien und wurden dann aus dem arabischen Raum nach Spanien importiert, wo sich der Name „Majolika“ formierte. Doch die zinnglasierte Keramik war nicht nur bei den Spaniern beliebt. Ab dem 14. Jahrhundert gründeten sich in mehreren italienischen Städten Produktionszentren, u.a. in der norditalienischen Stadt Faenza. Hier wurde um die Mitte des 16. Jahrhunderts eine entscheidende Änderung in der Gestaltung vorgenommen: Die üppigen, flächenfüllenden Majolika-Dekore wichen zu Gunsten einer zurückhaltenden, polychrom bemalten oder weiß-blauen Keramik….

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Museum backstage: Homer in der Schlinge

… nein, kein gewaltsamer Tod, sondern neuer Glanz für den altbekannten Dichter! Homer, bekannt als Dichter der großen griechischen Epen „Odyssee“ und „Illias“, die in der Antike und erneut seit der Renaissance zu den Bestsellern zählen, wird aktuell für die Neueinrichtung der Dauerausstellung aufgehübscht. Eine Restauratorin und ein Restaurator unterziehen die Steinbüste des Griechen, der im 8. Jahrhundert vor Christus lebte, einer Schönheitskur. Nach der Oberflächenreinigung ist noch ein kleiner Schaden an der Rückseite der Skulptur zu beheben, und dafür musste die Verbindung zwischen Büste und Sockel entlastet werden. Homer landete kopfüber auf der Arbeitsplatte. Dafür war allerdings schweres Gerät notwendig – nur mit Hilfe eines Portalkrans mit Flaschenzug und…

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