How to impress … mit Tacker und Gemäldegalerie

Und wieder einmal treten wir den Beweis an, wie Ihnen ein bißchen Wissen um unser Museum und unsere Kunst in jeder Lebenslage behilflich sein kann. Heute in der Rubrik „How to impress“: Wie man mit der Wandbespannung unserer Gemäldegalerie Kolleg/innen zu langweiligen Hilfsarbeiten motivieren kann. Ob es 3000 Kunstfreunde sind, die zu einer Ausstellungseröffnung eingeladen werden, oder 300 Exemplare von Tagungsunterlagen, die ordentlich zusammengestellt werden müssen – sobald man mehr als eine Seite Papier hat, die man verschicken oder zusammenpacken muss, braucht man einen Tacker, viele Heftklammern – und Kolleg/innen, die die stupide Arbeit des Ordnens und Zusammentackerns der Papierberge übernehmen. Definitiv kein Traumjob. Wie soll Ihnen da Museumswissen weiterhelfen?…

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Best of Bible: Eine anhängliche Frau. Josef und die Frau des Potifar

Wer von uns wäre nicht gerne schön und erfolgreich? Menschen, bei denen scheinbar alles gelingt was sie anpacken, sind wirklich zu beneiden. Zumal, wenn sie noch von ihren Mitmenschen als attraktiv eingestuft werden. Und ersteres resultiert – glaubt man den entsprechenden Forschungen – aus dem zweiten: Die küchenpsychologische Binsenweisheit lautet „Schöne Menschen sind erfolgreicher“. Aber Schönheit liegt nicht nur im Auge des Betrachters (womit der damit korrelierende Erfolg dann doch wieder zur Diskussion stünde) – das gute Aussehen kann auch vom Segen zum Fluch werden. Das musste laut Bibel (1. Mose, 39) auch Josef bitter am eigenen Leib erfahren. Josef wuchs in einer kinderreichen Familie auf. Weil er der jüngste…

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Museum Backstage: Ein „Make-over“ für die ethnologische Sammlung

Im Herbst 2016 wird das Herzog Anton Ulrich-Museum wieder geöffnet – und bis dahin herrscht auch in den Restaurierungswerkstätten Hochbetrieb, zum Beispiel wenn es um Arbeiten an der ethnologischen Sammlung geht, welche islamische, afrikanische oder südamerikanische Kunst wie beispielsweise Gefäße, Figuren und vieles mehr umfasst. Erst kürzlich wurde der Teil dieser Sammlung, der auch in der Neueinrichtung zu sehen sein wird, einer gründlichen Sichtung unterzogen. Wenn es um die Pflege und Bewahrung der wertvollen Kunstgegenstände geht, gibt es verschiedene Möglichkeiten: Wie sehen die Objekte momentan aus – müssen sie gereinigt werden, reicht eine Abnahme der sich ständig anlagernden Staubschicht? Oder gibt es Fehlstellen, die eine Ergänzung erfordern? Wie werden diese…

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Museums-Wiki: Majolika

Unser Museumsnamensgeber Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg (1633-1714) war ein Freund von schönen Dingen und sammelte leidenschaftlich gerne Kunst. Ihm haben wir im Wesentlichen auch unsere umfangreiche Majolika-Sammlung zu verdanken, die etwa 850 Objekte umfasst. Bei der Wiedereröffnung im Herbst 2016 werden die bedeutendsten Stücke ihren Platz in der neuen Dauerausstellung finden. Doch was ist eine Majolika eigentlich? Hier kommen die wichtigsten Fakten der Keramikgattung, die in jede gut sortierte fürstliche Sammlung gehörte. Begriff: Die Bezeichnung Majolika entstammt dem altitalienischen Namen für die Baleareninsel Majorca (Mallorca). Ab dem 13. Jahrhundert wurden dort einst Fayencen gefertigt und nach Italien exportiert. Mit Majolika ist zinnglasierte Keramik gemeint, die speziell im Italien des…

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Museum backstage: Mit Papptellern zu einer neuen Dauerausstellung

Partylöwinnen und -löwen aufgepasst – Das Herzog Anton Ulrich-Museum hat ein interessantes Design entwickelt, mit dem Ihr Euren Partytisch aufpeppen könnt: Rund 180 mühevoll handgefertigte Einzelstücke wurden von den Kolleginnen und Kollegen hergestellt, um damit die Einrichtung einer Vitrine im Detail zu planen. Die historischen Vitrinen, die bereits bei der Neueröffnung des Museumsgebäudes im Jahr 1887 die kostbaren Schätze aus den Sammlungsbereichen Skulptur und Kunsthandwerk beherbergten, werden ab Herbst 2016 wieder zum Einsatz kommen. Neben Steinzeug und Porzellan wird in den Vitrinen, die von einem Möbeltischler seit Juni 2015 aufgearbeitet wurden, die umfangreiche und berühmte Majolikasammlung des Museums präsentiert. Die Teller und Gefäße, alles Einzelstücke, die sich im Format stark…

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Best of Olymp: Zur falschen Zeit am falschen Ort. Diana und Aktäon

Es gibt solche Tage, da geht einfach alles schief: Beim Duschen verbrüht man sich am heißen Wasser, das Frühstücksbrötchen fällt auf die gebutterte Seite, der Bus zur Arbeit fährt einem vor der Nase weg, und wenn man abgehetzt ins Büro und zum ersten Meeting des Tages gehechtet kommt, platzt man garantiert noch in die falsche Besprechung. Pechvögel gibt es aber nicht nur im alltäglichen Leben, sondern auch in der Mythologie, denn ähnlich deplatziert muss sich auch Aktäon in Ovids „Metarmorphosen“ vorgekommen sein, als er unerwartet auf Diana traf. In diesem Fall geht es allerdings nicht um ein unterbrochenes Arbeitstreffen (was höchstens genervte Blicke der Kollegen zu Folge hätte). Aktäon hatte…

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Best of Olymp: Antike Castingshow. Das Urteil des Paris

In den letzten Jahren kam man im Fernsehen einfach nicht drumrum: Castingshows sprossen wie Pilze aus dem Boden – spätestens seit „America’s Next Topmodel“ den Anfang machte, sich die Show als Franchise in Dutzenden Ländern und hierzulande mit „Germany’s Next Top Model“ und Model Heidi Klum als Oberjurorin etablierte, ist das Stolzieren auf dem Laufsteg ein fester Bestandteil des deutschen Fernsehprogramms geworden. Was die Zuschauer aber noch mehr umtreibt, als die Frage, welche Kandidatin in die nächste Runde kommt, sind die Kontroversen zwischen den Nachwuchsmodels, welche fernsehtauglich in allen Details vor der Kamera ausgetragen werden. Das Prinzip des Schönheitswettbewerbs gibt es allerdings schon seit der Antike: Angefangen hatte alles mit…

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Museums-Wiki: Apokryphe Schriften

Begriff: Als apokryph (altgriechisch: ἀπόκρυφος/apokryphos, auf deutsch „verborgen“) bezeichnet man bestimmte Schriftstücke, die unter Theologen in den vergangenen Jahrhunderten für reichlich Zündstoff sorgten und Anlass zu erhitzten Debatten gaben, sodass sie häufig aus den religiösen Schriften ausgeschlossen wurden. Grund dafür konnte sein, dass die Originale nur in Bruchstücken oder gar nicht erhalten bzw. bekannt waren, es sich um neuere Schriften handelte oder sie aus religionspolitischen Gründen nicht anerkannt wurden. Die Begriffsbedeutung geht ursprünglich auf die Gnostiker (eine konträr zur Großkirche stehende religiösen Strömung) zurück, die ihre Lehren vor der Kirche geheim halten wollten und sie deswegen als „verborgen“ („apokryph“) kennzeichneten. Entstehungsgeschichte: Angefangen hatte alles mit der Kanonisierung des jüdischen Tanach…

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Best of Bible: Wunder gibt es immer wieder. Tobias und der Engel

Kürzlich sind wieder in verschiedenen Disziplinen die Gewinner des Nobelpreises bekannt gemacht worden – unter anderem für den Bereich Medizin. Schon in biblischen Zeiten gab es aber ein Heilmittel, über das selbst die diesjährigen Nobelpreisträger der Medizin nicht schlecht gestaunt hätten: Auf einen Schlag Blindheit heilen und Menschen vor dem Tod retten – ohne Dutzende Medikamente mit komplizierten Behandlungsmethoden, sondern mit einem simplen Fisch (Tobit, 4-12)! Aber von vorn: Tobit lebte mit seinem Sohn Tobias in der Stadt Ninive. Weil er sich regelmäßig mit dem König anlegte (er zeigte einfach zuviel Mitleid mit den vom König verfolgten Israeliten) schaffte er zur Sicherheit einen Teil seines Vermögens zu einem Verwandten in…

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How to impress: Barock für das Wohnzimmer

Sie möchten sich einen Hauch barocke Eleganz mit dem gewissen Etwas nach Hause holen? Dann haben wir heute einen ganz besonderen Tipp für Sie: Probieren Sie doch einmal, Ihre Bilder in barocker Manier an die Wand zu hängen. Fürsten, Herzöge und Kaiser legten zu Zeiten von König Ludwig XIV. von Frankreich, August dem Starken in Dresden, Kaiserin Maria Theresia von Österreich oder Friedrich d. Großen von Preußen besonderen Wert auf die Repräsentation und die Selbstdarstellung. Ein Mittel zum Zweck war dabei im 17. und 18. Jahrhundert die Einrichtung von Galerien, die den Kunstsinn und Reichtum des jeweiligen Regenten zeigen sollten. Umfangreiche Gemäldesammlungen wurde wandfüllend in den Galerien präsentiert – teilweise…

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