How to Impress: Tinder mal anders: Raub der Sabinerinnen – was war das noch gleich?

Speed-Dating, Parship, Elite-Partners, Tinder, einen neuen Partner kennenzulernen im Zeitalter des Internets kann einem schon viel abverlangen. Wenn Sie das nächste Mal einem Gespräch über die Fehltritte und Erfolge der modernen Singles beiwohnen, geben Sie doch die Geschichte vom Raub der Sabinerinnen zum Besten; natürlich nur mit einem Augenzwinkern! Aber was war Der Raub der Sabinerinnen gleich noch? Wer sind die Sabinerinnen und warum wurden sie geraubt und vor allem von wem? Es geht in jedem Fall nicht um viele Frauen, die Sabine hießen (auch wenn der weibliche Vorname bei den Sabinern seinen Ursprung nimmt). Vielleicht weiß man auch noch, dass es um Rom geht und vielleicht erinnert man sich…

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Best of Bible: With a little help from my…Schwiegermutter!

„Test und Tipps: Ihre Schwiegermutter – wie stehen Sie zu ihr?“ (Brigitte), „Die Schwiegermutter: Warum liebt sie mich nicht?“ (FAZ) oder der Ratgeber „Evolution: Das Rätsel der bösen Schwiegermutter“ (Die Welt) – wenn man das Wort „Schwiegermutter“ googelt, tun sich menschliche Abgründe und familiäre Tragödien auf. Die Geschichten über missgünstige, garstige Schwiegermütter, die dem angeheirateten Ehepartner regelmäßig das Leben zur Hölle machen, sind einfach nicht totzukriegen. Egal ob in Ratgeberforen des Internets, Zeitungsartikeln oder in amerikanischen Komödien wie dem Film „Das Schwiegermonster“, in dem Jane Fonda die gefürchtete Schwiegermama geben darf – die Schwiegermutter hat ein schlechtes Image. Sogar in Songtexten wird schon dringlichst ein besonders großer räumlicher Abstand zu…

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Museum backstage: Something old, something new….

… something borrowed and something blue, sollen laut einem alten Aberglauben Bräuten Glück bringen bei ihrer Hochzeit. Nein, heiraten will unser Museum nicht. Aber es ist schon eine Art von Beziehung, die wir mit unseren Besuchern eingehen. Wir verfolgen ein klares Ziel mit der Konzeption der neuen Ausstellungsräume: unsere Besucher zu verführen. Verführen zum Kunstgenuss mit allen Konsequenzen. Zum Schmunzeln und Grübeln, zum Mitfühlen und Träumen, zum Lieben und Hoffen. Aber auch, das geben wir zu, zum Aufsaugen von Wissen. Unsere Beziehung zu unserem Publikum unter einen guten Stern zu stellen, kann also nicht schaden. Wie gut, dass wir für das eingangs erwähnte alte Sprichwort alle Ingredienzien zusammen haben. Ein…

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Best of Bible: Mit den Waffen einer Frau…

Machen wir uns nichts vor: Im Gegensatz zum Olymp ist die Bibel eine Männerdomäne, Frauen kommen hier selten gut weg. Abraham, Noah, David, Jesus – das sind die Namen der großen Retter, Heilsbringer und Erlöser, wobei der Großteil der  biblischen Damenriege eher dafür bekannt ist, andere ins Verderben zu locken (Eva mit ihrem Apfel) oder aufgrund ihrer frivolen Vergangenheit (Maria Magdalena) ziemlich unbeliebt sind. Wir freuen uns daher ganz besonders, Ihnen heute in dieser Kategorie eine starke Frau vorstellen zu dürfen: Durch ihren selbstlosen und mutigen Einsatz, den sie mit erotischer Ausstrahlung gekonnt zu verbinden wusste, hat Judith aus Bethulia ihre Heimatstadt retten können. Aber fassen wir die Story der…

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Museum backstage: Ein schöner Rücken kann auch entzücken!

So lautet ein Motto der Gemälderestauratorinnen im Herzog Anton Ulrich-Museum, denn: nicht nur die Vorderseiten der Kunstwerke müssen konservatorisch betreut und teilweise auch restauriert werden, sondern auch die Rückseiten der Gemälde stehen im Zentrum der Arbeit. Bevor die Gemälde neu gehängt werden, nutzen die Restauratorinnen die Gelegenheit, die Bilder rundherum noch einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Nicht nur die Malerei auf der Ansichtsseite der Werke wird von unseren Fachfrauen begutachtet, sondern auch die Rückseiten werden genauestens unter die Lupe genommen. Die Bildträger können aus den verschiedensten Materialien bestehen. Neben Holztafeln, die vor allem im Mittelalter und in der frühen Neuzeit verbreitet waren, wurden Gemälde auch auf Kupfertafeln gemalt…

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How to impress … mit Gueridons beim Möbelhaus-Bummel

Unser Kunst-Wissen ist nicht alltagstauglich? Von wegen. Warten Sie ab, bis Sie das nächste Mal durch ein Möbelhaus schlendern. Zum Beispiel das allseits bekannte blau-gelbe Einrichtungshaus aus dem hohen Norden. Sie hängen bei der Präsentation von Couch- und Beistelltischen mit so klangvollen Namen wie „Klingsbo“, „Lindved“ oder „Hatten“ gerade kopfüber in einem Wühlkorb mit „Plastis“-Spülbürsten, als eine Dame in Ihrem Rücken seufzend zu ihrem Begleiter sagt: „Ach, sehnst Du Dich nicht auch manchmal zurück nach den Zeiten, in denen Gueridons (ausgesprochen: Gehridon, mit Betonung auf der letzten Silbe) noch als exquisite Wohn-Accessoires in Handarbeit aus kostbaren Ausgangsmaterialien gefertigt wurden?“ Als Kenner der Kunstwerke des Herzog Anton Ulrich-Museums wissen Sie natürlich…

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How to impress: Statt Selfie

Wer kennt es nicht? Es ist Urlaubszeit, man sitzt nichts ahnend vor dem Computer und checkt seinen Status auf Facebook und wird konfrontiert mit Familienselfies aus dem Sommerurlaub von Freunden und Verwandten. Sie teilen ihre mit dem Smartphone geknipsten Bilder von sich und den lieben Kleinen vor Strand-, Wald- oder Bergkulisse mit der Welt. Wenn Sie das nächste Mal eines dieser Zeugnisse familiärer Einigkeit sehen, kommentieren Sie doch das Bild mit einer kleinen Anekdote über die Verbreitung von Familienbildern in vor-fotografischer Zeit! Vor über 200 Jahren war es nicht so einfach Bilder seiner Familie mit Freunden und Bekannten zu teilen. Um ein Bild seiner Familie zu erzeugen, konnte man nicht…

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Best of Olymp: Leg dich nicht mit Apoll an!

Die folgende Geschichte in unserer Rubrik „Best of Bible, Olymp und Co.“ zeigt, dass es nicht ratsam ist, sich mit Apoll, dem Gott der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs anzulegen: Marsyas, als Sartyr halbgottähnliches Wesen mit Eselsbeinen und einem menschlichen Oberkörper im Gefolge der Göttin Kybele, musste das am eigenen Leib erfahren. Wie verschiedene antike Erzähler zu berichten wissen, führte eine Verkettung unglücklicher Umstände und die Tatsache, dass Apoll cleverer war, dazu, dass Marsyas als vielleicht der tragischste aller Verlierer in die antike Geschichte einging. Aber von Beginn an: Wie so oft steht am Beginn einer tragischen Geschichte ein weibliches Geschöpf – hier Athene, die sich mit einer selbst…

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Museum Backstage: Aschenputtel, oder: Was machen die die ganze Zeit? (Restaurierungs-Geschichten, Nr. 1)

Heute geben wir in unserem Blick hinter die Kulissen die Antwort auf eine Frage, die uns oft gestellt wird, wenn wir von der langen Sanierung unseres Museums erzählen: Was macht Ihr eigentlich die ganze Zeit? Tja. Was machen wir die ganze Zeit. Urlaub? Nein. Schönheitsschlaf à la Dornröschen? Nein. Aschenputtel beim Sortieren der Erbsen und Linsen helfen? Auch nicht. Wobei wir uns mit dem Aschenputtel noch am ehesten identifizieren können. Ein geschlossenes Museum führt für die Öffentlichkeit eine ähnliche Schattenexistenz wie das Aschenputtel nach der Heirat ihres Vaters mit der bösen Stiefmutter. Auch wenn es von außen niemand sieht: Das Aschenputtel ist ziemlich beschäftigt damit, den Haushalt zu schmeißen. Zoomen…

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Museums-Wiki: Farblithografie

Begriff: Der Begriff Lithografie stammt aus dem Griechischen und besteht aus zwei Wortteilen, zum einen „lithos“ griechisch für Stein und „graphein“ griechisch für schreiben. Geschichte: Die Lithografie gehört zu den „jüngeren“ Drucktechniken, obwohl auch sie bereits über 200 Jahre alt ist. Aloys Senefelder hat sie im späten 18. Jahrhundert (um genau zu sein 1798) „erfunden“. Natürlich kann man bei Techniken schlecht von „erfinden“ reden, da es natürlich immer wieder Experimente mit dem Flachdruck gab und die Entwicklung zumeist ein fließender Prozess ist. Senefelder unternahm von Beginn an Versuche, die Lithografien, die ursprünglich schwarz und weiß waren, auch als farbige Abdrucke zu ermöglichen. Technik: Lithografie ist ein Flachdruck-Verfahren. Anders als zum…

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