Museums-Wiki: Apokryphe Schriften

Begriff: Als apokryph (altgriechisch: ἀπόκρυφος/apokryphos, auf deutsch „verborgen“) bezeichnet man bestimmte Schriftstücke, die unter Theologen in den vergangenen Jahrhunderten für reichlich Zündstoff sorgten und Anlass zu erhitzten Debatten gaben, sodass sie häufig aus den religiösen Schriften ausgeschlossen wurden. Grund dafür konnte sein, dass die Originale nur in Bruchstücken oder gar nicht erhalten bzw. bekannt waren, es sich um neuere Schriften handelte oder sie aus religionspolitischen Gründen nicht anerkannt wurden. Die Begriffsbedeutung geht ursprünglich auf die Gnostiker (eine konträr zur Großkirche stehende religiösen Strömung) zurück, die ihre Lehren vor der Kirche geheim halten wollten und sie deswegen als „verborgen“ („apokryph“) kennzeichneten. Entstehungsgeschichte: Angefangen hatte alles mit der Kanonisierung des jüdischen Tanach…

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Best of Bible: Wunder gibt es immer wieder. Tobias und der Engel

Kürzlich sind wieder in verschiedenen Disziplinen die Gewinner des Nobelpreises bekannt gemacht worden – unter anderem für den Bereich Medizin. Schon in biblischen Zeiten gab es aber ein Heilmittel, über das selbst die diesjährigen Nobelpreisträger der Medizin nicht schlecht gestaunt hätten: Auf einen Schlag Blindheit heilen und Menschen vor dem Tod retten – ohne Dutzende Medikamente mit komplizierten Behandlungsmethoden, sondern mit einem simplen Fisch (Tobit, 4-12)! Aber von vorn: Tobit lebte mit seinem Sohn Tobias in der Stadt Ninive. Weil er sich regelmäßig mit dem König anlegte (er zeigte einfach zuviel Mitleid mit den vom König verfolgten Israeliten) schaffte er zur Sicherheit einen Teil seines Vermögens zu einem Verwandten in…

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How to impress: Barock für das Wohnzimmer

Sie möchten sich einen Hauch barocke Eleganz mit dem gewissen Etwas nach Hause holen? Dann haben wir heute einen ganz besonderen Tipp für Sie: Probieren Sie doch einmal, Ihre Bilder in barocker Manier an die Wand zu hängen. Fürsten, Herzöge und Kaiser legten zu Zeiten von König Ludwig XIV. von Frankreich, August dem Starken in Dresden, Kaiserin Maria Theresia von Österreich oder Friedrich d. Großen von Preußen besonderen Wert auf die Repräsentation und die Selbstdarstellung. Ein Mittel zum Zweck war dabei im 17. und 18. Jahrhundert die Einrichtung von Galerien, die den Kunstsinn und Reichtum des jeweiligen Regenten zeigen sollten. Umfangreiche Gemäldesammlungen wurde wandfüllend in den Galerien präsentiert – teilweise…

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Best of Olymp: Midas und das schnelle Gold

Gold und Reichtum regiert die Welt – das dachte sich wahrscheinlich König Midas, als er gegenüber Dionysos den Wunsch äußerte, alles was er berühre solle sich in Gold verwandeln. Und auch heute würden ihm Bill Gates, Carlos Slim Helu und Warren Buffet, die Anführer der bekannten Forbes Liste der reichsten Menschen der Welt 2015 wohl im ersten Moment recht geben, hätten vielleicht aber den Tipp gegeben, den Wunsch ein bißchen präziser zu formulieren … Wie Ovid in seinen Metamorphosen berichtet, nahm das Geschehen folgendermaßen seinen Lauf: König Midas, König der Phrygier und Gründer der heutigen Stadt Ankara, hatte eindeutig eine Schwäche für Metalle: Er soll das weiße und schwarze Blei…

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How to Impress: Tinder mal anders: Raub der Sabinerinnen – was war das noch gleich?

Speed-Dating, Parship, Elite-Partners, Tinder, einen neuen Partner kennenzulernen im Zeitalter des Internets kann einem schon viel abverlangen. Wenn Sie das nächste Mal einem Gespräch über die Fehltritte und Erfolge der modernen Singles beiwohnen, geben Sie doch die Geschichte vom Raub der Sabinerinnen zum Besten; natürlich nur mit einem Augenzwinkern! Aber was war Der Raub der Sabinerinnen gleich noch? Wer sind die Sabinerinnen und warum wurden sie geraubt und vor allem von wem? Es geht in jedem Fall nicht um viele Frauen, die Sabine hießen (auch wenn der weibliche Vorname bei den Sabinern seinen Ursprung nimmt). Vielleicht weiß man auch noch, dass es um Rom geht und vielleicht erinnert man sich…

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Best of Bible: With a little help from my…Schwiegermutter!

„Test und Tipps: Ihre Schwiegermutter – wie stehen Sie zu ihr?“ (Brigitte), „Die Schwiegermutter: Warum liebt sie mich nicht?“ (FAZ) oder der Ratgeber „Evolution: Das Rätsel der bösen Schwiegermutter“ (Die Welt) – wenn man das Wort „Schwiegermutter“ googelt, tun sich menschliche Abgründe und familiäre Tragödien auf. Die Geschichten über missgünstige, garstige Schwiegermütter, die dem angeheirateten Ehepartner regelmäßig das Leben zur Hölle machen, sind einfach nicht totzukriegen. Egal ob in Ratgeberforen des Internets, Zeitungsartikeln oder in amerikanischen Komödien wie dem Film „Das Schwiegermonster“, in dem Jane Fonda die gefürchtete Schwiegermama geben darf – die Schwiegermutter hat ein schlechtes Image. Sogar in Songtexten wird schon dringlichst ein besonders großer räumlicher Abstand zu…

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Museum backstage: Something old, something new….

… something borrowed and something blue, sollen laut einem alten Aberglauben Bräuten Glück bringen bei ihrer Hochzeit. Nein, heiraten will unser Museum nicht. Aber es ist schon eine Art von Beziehung, die wir mit unseren Besuchern eingehen. Wir verfolgen ein klares Ziel mit der Konzeption der neuen Ausstellungsräume: unsere Besucher zu verführen. Verführen zum Kunstgenuss mit allen Konsequenzen. Zum Schmunzeln und Grübeln, zum Mitfühlen und Träumen, zum Lieben und Hoffen. Aber auch, das geben wir zu, zum Aufsaugen von Wissen. Unsere Beziehung zu unserem Publikum unter einen guten Stern zu stellen, kann also nicht schaden. Wie gut, dass wir für das eingangs erwähnte alte Sprichwort alle Ingredienzien zusammen haben. Ein…

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Best of Bible: Mit den Waffen einer Frau…

Machen wir uns nichts vor: Im Gegensatz zum Olymp ist die Bibel eine Männerdomäne, Frauen kommen hier selten gut weg. Abraham, Noah, David, Jesus – das sind die Namen der großen Retter, Heilsbringer und Erlöser, wobei der Großteil der  biblischen Damenriege eher dafür bekannt ist, andere ins Verderben zu locken (Eva mit ihrem Apfel) oder aufgrund ihrer frivolen Vergangenheit (Maria Magdalena) ziemlich unbeliebt sind. Wir freuen uns daher ganz besonders, Ihnen heute in dieser Kategorie eine starke Frau vorstellen zu dürfen: Durch ihren selbstlosen und mutigen Einsatz, den sie mit erotischer Ausstrahlung gekonnt zu verbinden wusste, hat Judith aus Bethulia ihre Heimatstadt retten können. Aber fassen wir die Story der…

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Museum backstage: Ein schöner Rücken kann auch entzücken!

So lautet ein Motto der Gemälderestauratorinnen im Herzog Anton Ulrich-Museum, denn: nicht nur die Vorderseiten der Kunstwerke müssen konservatorisch betreut und teilweise auch restauriert werden, sondern auch die Rückseiten der Gemälde stehen im Zentrum der Arbeit. Bevor die Gemälde neu gehängt werden, nutzen die Restauratorinnen die Gelegenheit, die Bilder rundherum noch einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Nicht nur die Malerei auf der Ansichtsseite der Werke wird von unseren Fachfrauen begutachtet, sondern auch die Rückseiten werden genauestens unter die Lupe genommen. Die Bildträger können aus den verschiedensten Materialien bestehen. Neben Holztafeln, die vor allem im Mittelalter und in der frühen Neuzeit verbreitet waren, wurden Gemälde auch auf Kupfertafeln gemalt…

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How to impress … mit Gueridons beim Möbelhaus-Bummel

Unser Kunst-Wissen ist nicht alltagstauglich? Von wegen. Warten Sie ab, bis Sie das nächste Mal durch ein Möbelhaus schlendern. Zum Beispiel das allseits bekannte blau-gelbe Einrichtungshaus aus dem hohen Norden. Sie hängen bei der Präsentation von Couch- und Beistelltischen mit so klangvollen Namen wie „Klingsbo“, „Lindved“ oder „Hatten“ gerade kopfüber in einem Wühlkorb mit „Plastis“-Spülbürsten, als eine Dame in Ihrem Rücken seufzend zu ihrem Begleiter sagt: „Ach, sehnst Du Dich nicht auch manchmal zurück nach den Zeiten, in denen Gueridons (ausgesprochen: Gehridon, mit Betonung auf der letzten Silbe) noch als exquisite Wohn-Accessoires in Handarbeit aus kostbaren Ausgangsmaterialien gefertigt wurden?“ Als Kenner der Kunstwerke des Herzog Anton Ulrich-Museums wissen Sie natürlich…

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