How to impress: Barock für das Wohnzimmer

Sie möchten sich einen Hauch barocke Eleganz mit dem gewissen Etwas nach Hause holen? Dann haben wir heute einen ganz besonderen Tipp für Sie: Probieren Sie doch einmal, Ihre Bilder in barocker Manier an die Wand zu hängen. Fürsten, Herzöge und Kaiser legten zu Zeiten von König Ludwig XIV. von Frankreich, August dem Starken in Dresden, Kaiserin Maria Theresia von Österreich oder Friedrich d. Großen von Preußen besonderen Wert auf die Repräsentation und die Selbstdarstellung. Ein Mittel zum Zweck war dabei im 17. und 18. Jahrhundert die Einrichtung von Galerien, die den Kunstsinn und Reichtum des jeweiligen Regenten zeigen sollten. Umfangreiche Gemäldesammlungen wurde wandfüllend in den Galerien präsentiert – teilweise…

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How to Impress: Tinder mal anders: Raub der Sabinerinnen – was war das noch gleich?

Speed-Dating, Parship, Elite-Partners, Tinder, einen neuen Partner kennenzulernen im Zeitalter des Internets kann einem schon viel abverlangen. Wenn Sie das nächste Mal einem Gespräch über die Fehltritte und Erfolge der modernen Singles beiwohnen, geben Sie doch die Geschichte vom Raub der Sabinerinnen zum Besten; natürlich nur mit einem Augenzwinkern! Aber was war Der Raub der Sabinerinnen gleich noch? Wer sind die Sabinerinnen und warum wurden sie geraubt und vor allem von wem? Es geht in jedem Fall nicht um viele Frauen, die Sabine hießen (auch wenn der weibliche Vorname bei den Sabinern seinen Ursprung nimmt). Vielleicht weiß man auch noch, dass es um Rom geht und vielleicht erinnert man sich…

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Best of Bible: Mit den Waffen einer Frau…

Machen wir uns nichts vor: Im Gegensatz zum Olymp ist die Bibel eine Männerdomäne, Frauen kommen hier selten gut weg. Abraham, Noah, David, Jesus – das sind die Namen der großen Retter, Heilsbringer und Erlöser, wobei der Großteil der  biblischen Damenriege eher dafür bekannt ist, andere ins Verderben zu locken (Eva mit ihrem Apfel) oder aufgrund ihrer frivolen Vergangenheit (Maria Magdalena) ziemlich unbeliebt sind. Wir freuen uns daher ganz besonders, Ihnen heute in dieser Kategorie eine starke Frau vorstellen zu dürfen: Durch ihren selbstlosen und mutigen Einsatz, den sie mit erotischer Ausstrahlung gekonnt zu verbinden wusste, hat Judith aus Bethulia ihre Heimatstadt retten können. Aber fassen wir die Story der…

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Museum backstage: Ein schöner Rücken kann auch entzücken!

So lautet ein Motto der Gemälderestauratorinnen im Herzog Anton Ulrich-Museum, denn: nicht nur die Vorderseiten der Kunstwerke müssen konservatorisch betreut und teilweise auch restauriert werden, sondern auch die Rückseiten der Gemälde stehen im Zentrum der Arbeit. Bevor die Gemälde neu gehängt werden, nutzen die Restauratorinnen die Gelegenheit, die Bilder rundherum noch einmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Nicht nur die Malerei auf der Ansichtsseite der Werke wird von unseren Fachfrauen begutachtet, sondern auch die Rückseiten werden genauestens unter die Lupe genommen. Die Bildträger können aus den verschiedensten Materialien bestehen. Neben Holztafeln, die vor allem im Mittelalter und in der frühen Neuzeit verbreitet waren, wurden Gemälde auch auf Kupfertafeln gemalt…

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Best of Olymp: Leg dich nicht mit Apoll an!

Die folgende Geschichte in unserer Rubrik „Best of Bible, Olymp und Co.“ zeigt, dass es nicht ratsam ist, sich mit Apoll, dem Gott der Musik, der Dichtkunst und des Gesangs anzulegen: Marsyas, als Sartyr halbgottähnliches Wesen mit Eselsbeinen und einem menschlichen Oberkörper im Gefolge der Göttin Kybele, musste das am eigenen Leib erfahren. Wie verschiedene antike Erzähler zu berichten wissen, führte eine Verkettung unglücklicher Umstände und die Tatsache, dass Apoll cleverer war, dazu, dass Marsyas als vielleicht der tragischste aller Verlierer in die antike Geschichte einging. Aber von Beginn an: Wie so oft steht am Beginn einer tragischen Geschichte ein weibliches Geschöpf – hier Athene, die sich mit einer selbst…

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Museum Backstage: Aschenputtel, oder: Was machen die die ganze Zeit? (Restaurierungs-Geschichten, Nr. 1)

Heute geben wir in unserem Blick hinter die Kulissen die Antwort auf eine Frage, die uns oft gestellt wird, wenn wir von der langen Sanierung unseres Museums erzählen: Was macht Ihr eigentlich die ganze Zeit? Tja. Was machen wir die ganze Zeit. Urlaub? Nein. Schönheitsschlaf à la Dornröschen? Nein. Aschenputtel beim Sortieren der Erbsen und Linsen helfen? Auch nicht. Wobei wir uns mit dem Aschenputtel noch am ehesten identifizieren können. Ein geschlossenes Museum führt für die Öffentlichkeit eine ähnliche Schattenexistenz wie das Aschenputtel nach der Heirat ihres Vaters mit der bösen Stiefmutter. Auch wenn es von außen niemand sieht: Das Aschenputtel ist ziemlich beschäftigt damit, den Haushalt zu schmeißen. Zoomen…

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Museums-Wiki: Farblithografie

Begriff: Der Begriff Lithografie stammt aus dem Griechischen und besteht aus zwei Wortteilen, zum einen „lithos“ griechisch für Stein und „graphein“ griechisch für schreiben. Geschichte: Die Lithografie gehört zu den „jüngeren“ Drucktechniken, obwohl auch sie bereits über 200 Jahre alt ist. Aloys Senefelder hat sie im späten 18. Jahrhundert (um genau zu sein 1798) „erfunden“. Natürlich kann man bei Techniken schlecht von „erfinden“ reden, da es natürlich immer wieder Experimente mit dem Flachdruck gab und die Entwicklung zumeist ein fließender Prozess ist. Senefelder unternahm von Beginn an Versuche, die Lithografien, die ursprünglich schwarz und weiß waren, auch als farbige Abdrucke zu ermöglichen. Technik: Lithografie ist ein Flachdruck-Verfahren. Anders als zum…

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How to impress… als echter Held

Sie wollten schon immer ein Held werden? Heute können Sie von dem echten antiken Held Marcus Curtius lernen, wie man es anstellt, dass die Heimatstadt sich ewig an Sie erinnern wird: Suchen Sie ein Erdloch in oder nahe einer Stadt. Je breiter und tiefer, desto besser. Ein paar Flammen, die daraus emporzüngeln sind kein Muss, steigern aber die Dramatik. Nun nehmen Sie ein blindes, taubes und überhaupt wenig sensibles Pferd, schwingen sich auf dessen Rücken, und reiten in vollem Galopp in dieses Erdloch hinein. Dabei schreien Sie sich die Seele aus dem Leib: „Für ….. und jeden, der darin lebt!“ Bei den Pünktchen ist der Name der Stadt einzusetzen, in…

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Museum Backstage: Eine klebrige Angelegenheit

Die Vorbereitungen für die Neueröffnung des Herzog Anton Ulrich Museums laufen auf Hochtouren. Erst vor ein paar Tagen ist ein an das Museum für Lackkunst in Münster ausgeliehenes Objekt wieder in der Lack- und Möbelrestaurierung eingetroffen, das nun auf seinen Platz in der neuen Dauerausstellung wartet. Es handelt es sich um einen seltenen weißen Kabinettschrank des belgischen Künstlers Gérard Dagly (1660 bis 1715). Dagly arbeitete am preußischen Hof in Berlin und war einer der besten Lackkünstler seiner Zeit, der sich mit seinen Imitationen ostasiatischer Motive einen Namen machte. Um den Schrank wieder in voller Pracht erstrahlen zu lassen, hatten die Restauratoren der Lack- und Möbelrestaurierung alle Hände voll zu tun….

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Best of Bible: Kunstraub mit Folgen

Für Belsazar, Sohn des Nebukadnezar und Kronprinz von Babylonien, hat die Tat seines Vaters drastische Folgen – denn dass Kunstraub auch schon in vorchristlicher Zeit kein Kavaliersdelikt war, musste er am eigenen Leib erfahren. Nebukadnezar, seiner Zeit König von Babylonien, stahl aus dem Tempel von Jerusalem wertvolle Becher, Teller und Bestecke, die seine heimische Tafel aufwerten sollten. Über Jahre hinweg blieb das teure Tafelgeschirr im Besitz Nebukadnezars und seiner Familie. Aber das Schicksal, oder im besonderen Fall Gott, schläft nie und wappnet sich zur Bestrafung – just in dem Moment als der Kronprinz Belsazar bei einem ausladenden Mahl mit Freunden, Familie und Hofstaat sitzt und mit einem beherzten Schluck aus…

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