How to impress: Antike Selfies

Es ist Urlaubszeit. Aber Sie suchen nicht wie viele Erholung am Strand, nein, Sie haben eine Bildungsreise gebucht. Rom soll es dieses Jahr sein. Auf Du und Du mit der römischen Antike! Es ist der dritte Tag der Reise, 13 Uhr und dreißig Grad im Schatten. Das Forum Romanum glüht. Ihre Reisegruppe sucht Abkühlung in den Kapitolinischen Museen. Und während Sie so ehrfürchtig die Reihen antiker Skulpturen abschreiten, Philosophen und Kaiserbüsten in Hülle und Fülle, fällt ihnen wieder die junge Frau auf, die stets mit Handy bewaffnet auf der Jagd nach den schönsten Hintergründen für ihre so zahlreichen Selfies ist. Und endlich (Gott sei Dank!) fällt Ihnen ein, wie Sie…

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How to impress: Dinge ins rechte Licht rücken

Sie sitzen in entspannter Atmosphäre beim sonntäglichen Kuchenschmaus bei den geliebten Schwiegereltern. Ihr Blick schweift während der intellektuell anspruchsvollen Gesprächsrunde im Raum herum. Da trifft ihr Blick ein Foto an der Wand: die Familie ihres Partners beim Sommerurlaub vor vielen vielen Jahren… Aber ihr geschultes Auge erkennt sofort, dass es leider völlig ausgeblichen ist! Der einstmals blaue Himmel, vor dem die Familie so andächtig posierte, ist nun fast völlig weiß, ebenso Schwiegermuttis eigentlich blonde Haare… Die Erinnerung vom Licht zerstört! Nun schlägt Ihre Stunde! „Wisst ihr eigentlich, dass Kunstwerke nur bedingt Licht ausgesetzt werden dürfen?“ „Nein“, wird Schwiegermutti sagen, „darüber habe ich noch nie nachgedacht …“ Sie haben nun zwei…

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Museum backstage: Bilder sagen mehr als Worte

So gerne wir auch von unserem neuen Museum erzählen – manchmal braucht es gar nicht viele Worte. In diesem Sinne: zurücklehnen und genießen – wir präsentieren vier der neuen Räume im 2. Obergeschoss unseres Museums, die den Bereich Angewandte Kunst und Skulpturen beheimaten werden. Titelbild (oben): Blick in den Themenraum „Schatzkammer: Die Verbreitung des Fürstenbildes“   Bild Nr. 2: Blick in den Themenraum „Tafelkultur: Essen und Trinken“   Bild Nr. 3: Blick in den Themenraum „Bildungsziele: Helden, Legenden, Vorbilder“   Bild Nr. 4: Blick in den Themenraum „Herrschaftspräsentation: Der Fürst als Marke“  

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Best of Bible: Eine anhängliche Frau. Josef und die Frau des Potifar

Wer von uns wäre nicht gerne schön und erfolgreich? Menschen, bei denen scheinbar alles gelingt was sie anpacken, sind wirklich zu beneiden. Zumal, wenn sie noch von ihren Mitmenschen als attraktiv eingestuft werden. Und ersteres resultiert – glaubt man den entsprechenden Forschungen – aus dem zweiten: Die küchenpsychologische Binsenweisheit lautet „Schöne Menschen sind erfolgreicher“. Aber Schönheit liegt nicht nur im Auge des Betrachters (womit der damit korrelierende Erfolg dann doch wieder zur Diskussion stünde) – das gute Aussehen kann auch vom Segen zum Fluch werden. Das musste laut Bibel (1. Mose, 39) auch Josef bitter am eigenen Leib erfahren. Josef wuchs in einer kinderreichen Familie auf. Weil er der jüngste…

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Museums-Wiki: Majolika

Unser Museumsnamensgeber Herzog Anton Ulrich von Braunschweig-Lüneburg (1633-1714) war ein Freund von schönen Dingen und sammelte leidenschaftlich gerne Kunst. Ihm haben wir im Wesentlichen auch unsere umfangreiche Majolika-Sammlung zu verdanken, die etwa 850 Objekte umfasst. Bei der Wiedereröffnung im Herbst 2016 werden die bedeutendsten Stücke ihren Platz in der neuen Dauerausstellung finden. Doch was ist eine Majolika eigentlich? Hier kommen die wichtigsten Fakten der Keramikgattung, die in jede gut sortierte fürstliche Sammlung gehörte. Begriff: Die Bezeichnung Majolika entstammt dem altitalienischen Namen für die Baleareninsel Majorca (Mallorca). Ab dem 13. Jahrhundert wurden dort einst Fayencen gefertigt und nach Italien exportiert. Mit Majolika ist zinnglasierte Keramik gemeint, die speziell im Italien des…

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Museum backstage: Mit Papptellern zu einer neuen Dauerausstellung

Partylöwinnen und -löwen aufgepasst – Das Herzog Anton Ulrich-Museum hat ein interessantes Design entwickelt, mit dem Ihr Euren Partytisch aufpeppen könnt: Rund 180 mühevoll handgefertigte Einzelstücke wurden von den Kolleginnen und Kollegen hergestellt, um damit die Einrichtung einer Vitrine im Detail zu planen. Die historischen Vitrinen, die bereits bei der Neueröffnung des Museumsgebäudes im Jahr 1887 die kostbaren Schätze aus den Sammlungsbereichen Skulptur und Kunsthandwerk beherbergten, werden ab Herbst 2016 wieder zum Einsatz kommen. Neben Steinzeug und Porzellan wird in den Vitrinen, die von einem Möbeltischler seit Juni 2015 aufgearbeitet wurden, die umfangreiche und berühmte Majolikasammlung des Museums präsentiert. Die Teller und Gefäße, alles Einzelstücke, die sich im Format stark…

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Best of Olymp: Zur falschen Zeit am falschen Ort. Diana und Aktäon

Es gibt solche Tage, da geht einfach alles schief: Beim Duschen verbrüht man sich am heißen Wasser, das Frühstücksbrötchen fällt auf die gebutterte Seite, der Bus zur Arbeit fährt einem vor der Nase weg, und wenn man abgehetzt ins Büro und zum ersten Meeting des Tages gehechtet kommt, platzt man garantiert noch in die falsche Besprechung. Pechvögel gibt es aber nicht nur im alltäglichen Leben, sondern auch in der Mythologie, denn ähnlich deplatziert muss sich auch Aktäon in Ovids „Metarmorphosen“ vorgekommen sein, als er unerwartet auf Diana traf. In diesem Fall geht es allerdings nicht um ein unterbrochenes Arbeitstreffen (was höchstens genervte Blicke der Kollegen zu Folge hätte). Aktäon hatte…

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Best of Olymp: Antike Castingshow. Das Urteil des Paris

In den letzten Jahren kam man im Fernsehen einfach nicht drumrum: Castingshows sprossen wie Pilze aus dem Boden – spätestens seit „America’s Next Topmodel“ den Anfang machte, sich die Show als Franchise in Dutzenden Ländern und hierzulande mit „Germany’s Next Top Model“ und Model Heidi Klum als Oberjurorin etablierte, ist das Stolzieren auf dem Laufsteg ein fester Bestandteil des deutschen Fernsehprogramms geworden. Was die Zuschauer aber noch mehr umtreibt, als die Frage, welche Kandidatin in die nächste Runde kommt, sind die Kontroversen zwischen den Nachwuchsmodels, welche fernsehtauglich in allen Details vor der Kamera ausgetragen werden. Das Prinzip des Schönheitswettbewerbs gibt es allerdings schon seit der Antike: Angefangen hatte alles mit…

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Museums-Wiki: Apokryphe Schriften

Begriff: Als apokryph (altgriechisch: ἀπόκρυφος/apokryphos, auf deutsch „verborgen“) bezeichnet man bestimmte Schriftstücke, die unter Theologen in den vergangenen Jahrhunderten für reichlich Zündstoff sorgten und Anlass zu erhitzten Debatten gaben, sodass sie häufig aus den religiösen Schriften ausgeschlossen wurden. Grund dafür konnte sein, dass die Originale nur in Bruchstücken oder gar nicht erhalten bzw. bekannt waren, es sich um neuere Schriften handelte oder sie aus religionspolitischen Gründen nicht anerkannt wurden. Die Begriffsbedeutung geht ursprünglich auf die Gnostiker (eine konträr zur Großkirche stehende religiösen Strömung) zurück, die ihre Lehren vor der Kirche geheim halten wollten und sie deswegen als „verborgen“ („apokryph“) kennzeichneten. Entstehungsgeschichte: Angefangen hatte alles mit der Kanonisierung des jüdischen Tanach…

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Best of Bible: Wunder gibt es immer wieder. Tobias und der Engel

Kürzlich sind wieder in verschiedenen Disziplinen die Gewinner des Nobelpreises bekannt gemacht worden – unter anderem für den Bereich Medizin. Schon in biblischen Zeiten gab es aber ein Heilmittel, über das selbst die diesjährigen Nobelpreisträger der Medizin nicht schlecht gestaunt hätten: Auf einen Schlag Blindheit heilen und Menschen vor dem Tod retten – ohne Dutzende Medikamente mit komplizierten Behandlungsmethoden, sondern mit einem simplen Fisch (Tobit, 4-12)! Aber von vorn: Tobit lebte mit seinem Sohn Tobias in der Stadt Ninive. Weil er sich regelmäßig mit dem König anlegte (er zeigte einfach zuviel Mitleid mit den vom König verfolgten Israeliten) schaffte er zur Sicherheit einen Teil seines Vermögens zu einem Verwandten in…

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