Heute im #SMARTtalk für Anfänger und Fortgeschrittene: Wie man Eindruck schinden kann bei der nächsten „tea time“. Mit dieser Folge unserer „How to impress … mit Kunst“-Serie überstehen Sie sogar einen „afternoon tea“ bei der Queen. Ja, wir meinen die echte und einzig wahre in England. Die sollte nämlich sofort wissen, was Sie meinen, wenn Sie sagen:

„Oh, dieses Pastetenarrangement erinnert an die Haarlemer „banketjes“ und scheint ja direkt der Hand Heda’s entsprungen zu sein!“

Heda sollte der Queen ein Begriff sein – zumindest wenn sie sich ein bißchen in ihren eigenen Kunstschätzen auskennt. Sie besitzt nämlich selbst einen. Für alle anderen, die nachfragen (das werden außerhalb von Royal Collection, Museen und Kunsthistorikern einige sein) hier ein paar Facts zu der Gattung und dem Künstler:
Der niederländische Maler Willem Claesz. Heda (1594-1680/82) ist vor allem für seine Arrangements von Tafelgut sowie unterschiedlichsten Nahrungsmitteln, ob roh oder zubereitet, berühmt. Selbst Reste einer Mahlzeit konnte er kunstvoll inszenieren. Er gilt als einer der Hauptvertreter des Haarlemer Phänomens der „banketjes“ – Stillleben, deren Gestaltung an den gedämpften Grün- und metallenen Silbergrautönen zu erkennen ist. Zeitgenössische Betrachter dieser Gemälde konnten in dem Stillleben Heda’s auch einen Hinweis auf die „Vanitas“, die Vergänglichkeit des Lebens, erkennen. Im Zentrum der sogenannten Bankettbilder, die – wie alle Stillleben – keine Personen im Bild zeigen, stehen die Festtafeln mit ihren aufwändigen Speisen.

Wenn Ihre Zuhörer nach mehr rufen, nennen Sie einfach ein exemplarisches Werk des Künstlers, beispielsweise Willem Claesz. Heda’s Frühstückstillleben aus dem Jahr 1640:
„Schauen Sie sich mal das Stillleben von Heda im Herzog Anton Ulrich-Museum an, die Komposition und der Lichteinfall des „Frühstückstilllebens“ aus dem Jahr 1640 ist von so ausgezeichneter Qualität! Der Künstler versteht es wirklich, mit bewusst gewählter, begrenzter Palette das Arrangement in seiner ästhetischsten Form einzufangen.“

Falls Sie zu den Begriffen „Bankett“ oder „Vanitas“ mehr wissen möchten, um auch eventuellen weiteren Nachfragen standhalten zu können, kein Problem – schauen Sie einfach in unserer Kategorie Museums-Wiki vorbei: „Vanitas“ und „Bankett“.

Ach ja, und falls es tatsächlich zur tea time bei der Queen kommt, sollten Sie vielleicht noch ein paar weitere unserer „How to impress“-Beiträge lesen. Nur für den Fall, dass die Queen den Gesprächsfaden aufgreift und der #SMARTtalk zum echten #ARTtalk auswächst. Die Kunstsammlungen der Queen sind recht umfangreich …

Willem Claesz. Heda, Frühstücksstillleben, 1640, Holz
Foto: C. Cordes, HAUM

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