Was soll man sagen: Das Dasein einer Muse ist erfüllend, aber auch ganz schön hart. Die Welt ist so groß geworden seit der Antike, und mit der digitalen Revolution hat sie sich gefühlt nochmal verdoppelt. Sooo viele Menschen, die inspiriert werden müssen ….  Schwerstarbeit, wirklich. Schauen Sie sich mal bei Instagram, YouTube oder facebook um, dann wissen Sie, was wir meinen.

 

Die Bloggerei für das Herzog Anton Ulrich-Museum haben wir Ende 2016 erstmal eingestellt, nachdem das Museum am 23. Oktober erfolgreich neu eröffnet hatte. Und wie erfolgreich! Schauen Sie mal hier:

Besucherschlangen vor dem Museum! In der Eröffnungswoche kamen bei freiem Eintritt mehr als 24.000 Menschen, um dem neuen Braunschweiger Musentempel zu huldigen. Das erfreut das Herz!
Also haben wir uns gesagt, die kommen von nun an ganz gut ohne uns klar – und haben uns ruhigen Gewissens anderen Projekten zugewendet.
Was waren wir fleißig:  Ob Elbphilharmonie in Hamburg oder Museum Barberini in Potsdam, documenta in Kassel oder Skulpturenprojekte in Münster, die Neueröffnung der National Gallery in Dublin oder der Tate St. Ives in Cornwall – so viele fantastische Kulturprojekte in der ganzen Welt, die unsere Aufmerksamkeit gefordert haben!
Mit einem Auge haben wir jedoch immer auf Braunschweig und eines unserer Lieblingsmuseen geschielt. Und bedauert, was wir alles NICHT mit unserer unnachahmlichen Art per Blogbeitrag kommentieren konnten.

 


Januar 2017: Vermeer für alle – für 70 Cent!
Wurde auch Zeit: Das Braunschweiger Vermeer-Gemälde „Das Mädchen mit dem Weinglas“ wird von der Deutschen Post als Sonderbriefmarke herausgegeben. Nur am timing hätte man besser arbeiten können: 2. Januar als Termin für die Pressekonferenz und das Sonderpostamt im Foyer des Museums – echt jetzt, Leute!

 

 

Februar 2017: Ein neuer Rembrandt! Vier Pfoten gehen um die Welt
Eine Zeichnung, die sich schon seit dem 18. Jahrhundert in Museumsbesitz  befindet, wird nach eingehenden Untersuchungen als ein eigenhändiges Werk des großen Alten Meisters Rembrandt identifiziert. Eine Sensation – von Rembrandt sind weltweit nur wenige Zeichnungen nach Tieren erhalten, darunter vier stilistisch sehr ähnliche Kreidestudien eines Elefanten und eines Pferdegespanns.

 

 

März 2017: Zwei Männer für 2,2 Millionen €
Der teuerste Kunstankauf der Museumsgeschichte, zwei Elfenbeinskulpturen von Balthasar Permoser aus einer Gruppe von vier Statuetten, die mit großer Wahrscheinlichkeit von Herzog Anton Ulrich persönlich bei dem berühmten Barock-Bildhauer in Auftrag gegeben wurden. Als Napoleon, der korsische Schlingel, die europäische Landkarte nach seinen Vorstellungen umgestaltete, war´s das erstmal mit dem Herzogtum Braunschweig. Es folgte: Br-exit, der Erste. Die herzogliche Familie flüchtete – und packte leicht transportierbare, wertvolle Kunst mit ins Gepäck. Klar, von irgendwas muss man in so einem Exil ja leben, und London war immer schon teuer …. na ja, Schwamm drüber. Die zwei Männer der Gruppe, Herbst und Winter, tauchten in den 1930er Jahren in England wieder auf, und nun konnten sie zurück erworben werden.
Warum die flüchtenden Blaublütler allerdings nur die Männer eingepackt haben und die Frauen in Braunschweig ließen, weiß der Teufel – den wir leider nicht fragen können. Andere mythologische Figur, Sie verstehen …

 


April 2017: Eröffnung der ersten großen Sonderausstellung in den neuen Räumen
Titel: „Dürer, Cézanne & Du“, mit Arbeiten aus den Beständen des Kupferstichkabinetts.

 

 


Mai 2017: Erster Wechsel im Raum für junge Kunst
Nach Wolfgang Petrick kommt Susanne Weirich mit der Installation „La Riffa“.

 

 


Juli 2017: Hallo Welt – das HAUM gibt´s jetzt auch bei Instagram!

 

 


August 2017: Sammlungen digital, der nächste Schritt.
Re-Launch des Virtuellen Kupferstichkabinetts, das gemeinsam mit der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel seit 2007 (!) betrieben wird und damit eine der ersten im Internet zugänglichen Sammlungsdatenbanken war. Inzwischen mit beeindruckenden 90.000 Werken!

 

So viel ist passiert, in Braunschweig und in der Kunstwelt, in so relativ kurzer Zeit!
Und ganz ehrlich: Ein bißchen gefehlt hat sie uns schon, die Bloggerei. Auch wenn es auch ohne uns ganz gut gelaufen ist.
Als das Museum vor kurzem bei uns anklopfte und fragte, ob wir das Bloggen nicht wieder aufnehmen wollen, haben wir uns deshalb nicht lange bitten lassen. Also hier die frohe Botschaft: Ab sofort sind die Musen zurück! Und haben auch ein paar neue Kategorien im Gepäck – schließlich ist das Museum wieder geöffnet, was so viele spannende neue Möglichkeiten für Blogbeiträge bietet …
In diesem Sinne: öfter mal wieder vorbeischauen und überraschen lassen!

 

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