… nein, kein gewaltsamer Tod, sondern neuer Glanz für den altbekannten Dichter!

Homer, bekannt als Dichter der großen griechischen Epen „Odyssee“ und „Illias“, die in der Antike und erneut seit der Renaissance zu den Bestsellern zählen, wird aktuell für die Neueinrichtung der Dauerausstellung aufgehübscht.

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Eine Restauratorin und ein Restaurator unterziehen die Steinbüste des Griechen, der im 8. Jahrhundert vor Christus lebte, einer Schönheitskur. Nach der Oberflächenreinigung ist noch ein kleiner Schaden an der Rückseite der Skulptur zu beheben, und dafür musste die Verbindung zwischen Büste und Sockel entlastet werden. Homer landete kopfüber auf der Arbeitsplatte. Dafür war allerdings schweres Gerät notwendig – nur mit Hilfe eines Portalkrans mit Flaschenzug und Schlingen konnte das gut 150 kg schwere Dichterporträt bewegt werden.

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Die Büste besteht aus zwei verschiedenen Marmorsorten. Der Kopf des Dichters aus weißem Marmor ist in den unteren Teil aus Buntmarmor eingesetzt. Die Skulptur stammt aus dem 17. Jahrhundert und ist in Italien entstanden. Niemand weiß, wie Homer wirklich ausgesehen hat, aber traditionell wird er als blind beschrieben – und so zeigt ihn auch die Braunschweiger Büste, die eine häufig wiederholte antike Vorlage kopiert. Die Büste war bislang noch nicht in der Dauerausstellung zu sehen und wird zukünftig an der Seite weiterer Dichter- und Herrscherbüsten in der neuen Skulpturengalerie des Herzog Anton Ulrich-Museums ausgestellt.

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Der Dichter Homer ist ein Beispiel für einen ewig strahlenden Stern am Promihimmel der Dichter und Denker. Vor allem in der Renaissance, in der man sich bewusst auf die Werte und Vorstellungen der Antike besann, spielte Homer als Verfasser der antiken Hauptwerke eine große Rolle – und auch in den folgenden Jahrhunderten gerieten seine Werke nicht in Vergessenheit.

 

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