Über den Blog

KK 1027 Rembrandt Faust Radierung Platte: 21 X 16 cm

Abb.: Rembrandt Harmenesz. van Rijn, Gelehrter in seiner Stube (Faust), um 1652

Brainy is the new sexy?

Dann sind Sie hier richtig. „Brainy“ ist sozusagen unser ureigenstes Metier – und zwar schon seit 1754, als das Museum eröffnet wurde, um für die Mehrung von Bildung im Herzogtum Braunschweig zu sorgen. Schon damals las sich die Liste unserer Künstler wie ein Who is Who der Kunstgeschichte: Rubens, Rembrandt, Vermeer, Dürer, Cranach, Giorgione oder Goya – um nur einige zu nennen. In späteren Zeiten gesellten sich weitere große Namen dazu, auch Matisse, Kandinsky, Nolde oder Picasso haben wir heute im Angebot. „Brainy“ sind wir gute 260 Jahre nach unserer Eröffnung in ungefähr 190.000-facher Ausführung – so viele Kunstwerke befinden sich inzwischen in unseren Sammlungen.

Nur zu gerne teilen wir unser „brainy“ Wissen um das Leben und Wirken von Künstlern, um künstlerische Techniken, kunstgeschichtliche Strömungen und Fachbegriffe mit Ihnen! Regelmäßige Leser dieses Blogs bringt bald nichts mehr aus der Ruhe – ob Vernissage oder Picknick im Park, Staatsbankett oder Stadionbesuch: Mit unserem Wissen sind Sie für alle Lebenslagen gewidmet. Dieses Wissen bieten wir Ihnen in vier verschiedenen Kategorien an:

How to impress
Ob beim ersten Date oder bei der nächsten Gartenparty – es kann nie schaden, einen „brainy“ Kommentar in der Hinterhand zu haben. Zum Beispiel:  „Oh, dieses Pastetenarrangement erinnert mich an die Haarlemer „banketjes“.  Es scheint der Hand Heda’s entsprungen zu sein – was denkst Du?“ Damit es authentisch wirkt, statten wir Sie natürlich nicht nur mit der garantiert beeindruckenden Bemerkung aus, sondern zeigen Ihnen bildlich anhand eines Werkes aus unseren Sammlungen, wie z.B. ein „Haarlemer Banketje“ aussieht. Darüber hinaus geben wir Ihnen das notwendige Hintergrundwissen mit auf den Weg, für den Fall, dass jemand genauer nachfragt. Zum Beispiel, wer Heda war, dass die „Haarlemer Banketjes“ Stillleben in gedämpften Grün- und metallenen Silbergrautönen waren, und dass die Zeitgenossen darin eine Anspielung auf die Vanitas gesehen haben.
Sie wissen nicht, was mit Vanitas gemeint ist? Kein Problem. Dafür haben wir die Kategorie „Museums-Wiki“ eingerichtet.

Museums-Wiki
Apokryphe Evangelien, Vanitas, Musen – alte Kunst ist schön anzusehen, erfordert aber so manches Detail-Wissen. Kunsthistorisches Kompaktwissen, das man für hippen Art-Talk und zum Verständnis unserer (und anderer) Kunstwerke brauchen kann, präsentieren wir in unserem hauseigenen „Museums-Wiki“. Wir sind auch offen für Ihre Fragen – gibt es einen Begriff, den Sie schon lange mal erklärt bekommen möchten? Kontaktieren Sie uns, wir tun unser Bestes, um Ihnen die Welt der Kunst näher zu bringen.

Best of Bible, Olymp & Co.
Die reizvollsten Verführerinnen, die grausamsten Götter, die wildesten Orgien oder die schönsten Romanzen – wenn wir ein Kunstwerk zur Geschichte haben, werden wir sie in dieser Kategorie erzählen. Aber Achtung: in Bibel, griechischer Mythologie und Co. geht es hoch und heiß her. Nichts für sanfte Gemüter.

Museum Backstage
In dieser Kategorie geht es nicht um die Kunst, sondern um ihre Diener – sprich: das Museumsteam und dessen Arbeit im Dienst der Kunst. Unser Motto für die Neueröffnung unseres Museums im September 2016 lautet „Verführung garantiert“. Welche Schritte und Zutaten es braucht, um dieses Versprechen einzulösen, stellen wir als unser Einmaleins zu einer gelungenen Verführung vor. Sie können in dieser Rubrik viel über die konzeptionellen Gedanken und die praktische Arbeit hinter den Kulissen erfahren, wie z.B.: Warum setzen wir in der neuen Gemäldegalerie wieder auf Wandbespannungen? Warum finden sich in Museen mit Sammlungen alter Meister in der Regel farbige Wände und nicht weiße? Wie werden die Kunstwerke in den Restaurierungswerkstätten auf ihren großen Auftritt im Oktober 2016 vorbereitet? Wir plaudern gern ein bißchen aus dem Nähkästchen.

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Abb.: Handarbeit für die neue Gemäldegalerie, Nähmaschinen inklusive

 

Wer hier bloggt?

Wir haben keine Mühen gescheut, um prominente Blogger zu gewinnen. Die ganze Welt haben wir bereist, fündig geworden sind wir schließlich: Im Olymp. Seitdem sich in Europa die monotheistischen Religionen durchgesetzt haben, ist es dort oben ziemlich ruhig geworden. Keine Opferfeste oder Tempel mehr, die man überwachen muss, keine Menschen, deren Stoßgebete man erhören (oder ignorieren) kann – und dem Antrag auf Kabel-TV wurde nicht stattgegeben, weil Zeus keine Kreditkarte als Zahlungsmittel besitzt (er konnte beim Online-Antrag im Drop-Down-Menü sein Geburtsjahr nicht finden).
So war die Begeisterung groß, als wir unsere Blog-Idee vorgestellt haben. Insgeheim hatten wir den Eindruck, dass die Zustimmung nicht ganz uneigennützig war – schließlich verhelfen unsere Blogger auch dem Olymp zu einer Renaissance, da viele unserer Kunstwerke Geschichten aus der griechischen Mythologie erzählen. Die Bibel-Idee fand hingegen nicht so großen Anklang … aber was soll´s: Geschenktem Gaul schaut man nicht ins Maul. Sie nehmen kein zusätzliches Gehalt, was unseren Finanzen sehr entgegenkommt. Also freuen wir uns, als Kern-Team des Blogs vorzustellen:
Melpomene, Kalliope, Polyhymnia, Urania, Euterpe,  fünf der neun Musen, sowie Apollon als Gott des Lichts, der Weissagung und der Künste (und im Fall dieses Blogs auch der Fotos).

Ehemalige Musen, die inzwischen zu neuen Ufern aufgebrochen sind: Thalia (alias Daniela Sistermanns, Juli 2015-April 2016), Erato (alias Ann Christin Bakhos, Juli 2015-Mai 2016).

(P.S.: Sie wissen nicht mehr so ganz genau, wer oder was diese „Musen“ sind? Kein Problem, schauen Sie einfach in unserem „Museums-Wiki“ nach…)

 

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4 thoughts on “Über den Blog

  1. Ich bin auf Ihren Museumsblog erst durch die Drucksache „Schneckentempo“ aufmerksam geworden und sehr begeistert. Das ist eine herrliche Stöberecke für Kunstfreunde!
    Vielleicht kann sich das PR-Team ein paar Anglizismen ersparen?
    Im übrigen freue ich mich sehr auf die Wiedereröffnung des Museums. Das Herzog Anton Ulrich Museum ist seit 30 Jahren mein Anziehungspunkt in Braunschweig. Danke für Ihre diversen Aktivitäten oder Mühen, Führungen und Vorträge.
    Grüsse!

    1. Vielen Dank für das Lob, wir freuen uns, dass Ihnen das Stöbern und Lesen Spaß macht! Begleiten Sie uns gern weiter auf unserem Weg zur Wiedereröffnung, und merken Sie sich schon mal den Spätsommer/Herbst 2016 vor, vermutlich gegen Ende September/Anfang Oktober werden wir das Haus wieder öffnen. Bis dahin herzliche Grüße aus Braunschweig!

  2. Liebe Kalliope,

    den Beitrag von Helgard Austermann unterstütze ich gerne und betone mit Nachdruck, daß das „Denglisch“ hier in einem Maße verwendet wird, daß selbst Anglophile wie ich ins Grübeln kommen.
    Bitte denken Sie daran, daß Ihr gewünschtes Zielpublikum zwar jung, ihr Ist-Publikum aber durchaus gereift ist. Sie tun sich deshalb keinen Gefallen, diesen Sprachstil beizubehalten. Er wird zu vielfachen Protesten führen und ist deshalb für das HAUM nicht angemessen.

    1. Lieber Herr Wilckens,
      vielen Dank für Ihren Kommentar, wir bedauern natürlich, dass Ihnen unser Sprachstil nicht zusagt. Unsere Kommunikation richtet sich an unterschiedlichste Zielgruppen, daher wird sich leider kein Sprachstil finden lassen, der allen genehm ist. Auf das „Denglisch“ zu verzichten würde zwar der reiferen Zielgruppe, die Sie nennen, entgegen kommen, aber der jüngeren nicht zeitgemäß erscheinen, zumal nicht in solchen digitalen Medien wie diesem Blog. Von daher bitten wir um Verständnis dafür, dass wir weiterhin unsere Sprache an das jeweilige Kommunikationsmedium anpassen werden. Sollte Ihnen die Sprache in diesem Blog nicht zusagen, informieren Sie sich in Zukunft gern über unsere Webseite oder z.B. unseren newsletter, den Sie über die Webseite abonnieren können. Alternativ besteht auch die Möglichkeit, sich über Flyer und Broschüren über das Museum auf dem Laufenden zu halten, die wir Ihnen gern zuschicken.

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